Erster Bewohner in Intensivpflege-WG 
Bild: Bojak
Nach einem knappen Jahr Einrichtungszeit ist die Intensivpflege-Wohngemeinschaft im Ärztehaus II am Klinikum bezugsfertig. Ein Bewohner ist bereits eingezogen. Am Freitag stellten (v. l.) Geschäftsführer Ralf Irmer, Pflegefachkraft Marta Orzechowska und Silke Neumann-Rosenkranz (Geschäftsleitung Intensiv Care Home 24) die Räume vor.
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 Der nächste wird sich dort in den kommenden Tagen einrichten. Am Freitag haben Silke Neumann-Rosenkranz, Geschäftsleitung von Intensiv Care Home 24, und Ralf Irmer, Geschäftsführer des Unternehmens, die Wohngruppe vorgestellt. Auf rund 500 Quadratmetern stehen elf 25 Quadratmeter große Zimmer mit eigenem Bad zur Verfügung. Ein großzügiger Gemeinschaftsraum inklusive Küchenzeile kann von allen genutzt werden.

Bewohner werden beatmet

„Wer bei uns einziehen will, muss einen Luftröhrenschnitt haben und beatmet werden“, erläutert Silke Neumann-Rosenkranz, unter welchen Voraussetzungen die Zimmer vermietet werden. Eine dauerhafte Beatmung könne zum Beispiel erforderlich sein, wenn ein Mensch im Wachkoma liege, nach einem Schädel-Hirn-Trauma eine dauerhafte Schädigung des Gehirns davongetragen habe oder unter einer neuromuskulärer Erkrankung wie der Amyotrophen Lateralsklerose leide. Die Mobilität der Patienten, die in der Wohngemeinschaft konsequent als Bewohner bezeichnet werden, sei unterschiedlich, erläutert die Geschäftsleiterin. Wer noch aktiv sei, werde so weit wie möglich in Alltagsaktivitäten eingebunden.

Pflegeteam soll erweitert werden

Zehn Pflegefachkräfte gehören zum Team der Intensivpflege-Wohngemeinschaft. Weitere Fachkräfte würden gesucht, betont Ralf Irmer. Examinierte Alten- oder Krankenpfleger würden von Intensiv Care Home 24 für ihre Aufgabe an der Brunnenstraße in außerklinischer Beatmung weitergebildet. Eine Schulung an allen Gerätschaften, die zur Betreuung der Bewohner notwendig seien, gehöre ebenso zur Vorbereitung auf die Aufgabe wie die Begleitung durch einen Mentor.

Mietvertrag und Pflege-Finanzierung über Krankenkassen

Wohngemeinschaften für Intensivpflege würden seit zehn Jahren verstärkt nachgefragt, erklärt Silke Neumann-Rosenkranz. Die Versorgung der Bewohner werde dort auf hohem Niveau garantiert. Zu Hause oder in Pflegeheimen sei diese Betreuung in der Regel schwierig. Mit den Bewohnern wird ein regulärer Mietvertrag geschlossen. Die Preise orientierten sich am Mietspiegel, erläutert Irmer. „Die Kosten für die Pflegeleistungen übernehmen Kranken- und Pflegekasse“, so Irmer. Ideal sei bei der neu eingerichteten Wohngemeinschaft die Nähe zum Klinikum, betont der Geschäftsführer. Am Freitagnachmittag wurde die Einrichtung offiziell eröffnet und präsentiert. „Damit Ärzte, Therapeuten und Nachbarn wissen, dass wir hier sind“, sagt Silke Neumann-Rosenkranz.

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