Erstes Kulturforum bringt Aufbruchstimmung
Bild: Hein
Was gibt es an Angeboten und Ideen zur kulturellen Bildung in Gütersloh. Der „Markt der Möglichkeiten“ beim ersten Kulturforum in der Stadthalle gab einen Einblick. 
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Es galt, das städtische Gesamtkonzept zur kulturellen Bildung näher kennenzulernen und sich über gute, wegweisende Beispiele zu infomrieren. Wissenswertes über die Möglichkeiten kultureller Bildungsarbeit und deren Wirkungen gab es vom hochkarätig besetzten Podium mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Experten aus verschiedenen Bereichen, aber auch auf einem „Markt der Möglichkeiten“. Er lud zum Austausch und zur Entwicklung erster gemeinsamer Ideen ein.

Kooperationen sollen den „Aufschwung für Kultur“ bringen. Darauf setzen die zuständigen Dezernenten Andreas Kimpel (Kultur) und Joachim Martensmeier (Bildung) in ihrer untereinander abgestimmten Strategie. Bildungsträger wie Kindertagesstätten und Schulen sollen entsprechende Vereinbarungen schließen, so die Idee, mit denen auf Angebote unterschiedlicher Institutionen, aber auch freischaffender Künstler zurückgegriffen wird.

Erste Projekte stellten dazu die Grundschule Heidewald, die Kitas St. Hedwig und Bachstelzenweg, aber auch die Kreismusikschule, das Stadtarchiv und das Stadtmuseum vor. Im Kern geht es dabei nicht darum, zusätzliche Dienstleister für die (vor-)schulische Bildungsarbeit zu gewinnen, sondern um die Zusammenarbeit zwischen Bildungsträgern und Kulturvermittlern sowie die Nutzung externer Lernorte. So setzt das Stadtmuseum derzeit ein Generationen übergreifendes Lernprojekt mit der Elly-Heuss-Knapp-Realschule und mit dem Katharina-Luther-Haus um.  Die Kreismusikschule unterstützt die „musikalische Grundschule“ Heidewald, in der sich das Singen durch den Schulalltag zieht.

 Damit weitere Partner zusammenfinden, lobt die städtische Kulturverwaltung jetzt bis zu 5000 Euro Startgeld für Vereinbarungen aus, die Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten der kulturell-ästhetischen Erfahrung bieten und zum Ausprobieren anregen.

 Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ fanden sich dazu Anregungen in Hülle und Fülle. Künstler, Musiker, Tänzer, Theaterpädagogen, Historiker und Literaturbeflissene erläuterten ausführlich ihre Aktivitäten und Ideen. Die beim Kulturforum gemachten Ankündigungen aus Politik und Verwaltung hat große Erwartungen geweckt. „Dann wollen wir mal loslegen“, sagte eine Erzieherin.

 Am Ende stand auch Andreas Kimpel strahlend in der quirligen Menge. „Hier und heute ging es vor allem darum, was wir qualitativ entwickeln können.“ Erst danach würden sich ihm die wichtigen Fragen der Finanzierung stellen. „Geld folgt Inhalt,“ ist sein gern verwendeter Satz – auch an dieser Stelle.

Den kompletten Artikel mit Statements seitens Gütersloher Kulturmacher lesen Sie in der „!Glocke“ vom 7. Oktober.

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