Erweiterter Brandschutz für Schulsporthallen
Bild: Steinecke
Bekommt einen zweiten Notausgang: die Turnhalle der Grundschule Pavenstädt. Anschließend können dort auch wieder Veranstaltungen mit Publikum durchgeführt werden.
Bild: Steinecke

Die Verwaltung hatte den Schulen im Mai mitgeteilt, dass beim Thema Sicherheit bei Schulveranstaltungen Handlungsbedarf bestehe. Grundsätzlich seien die Hallen nur für Schulsport – mit in der Regel rund 30 Schülern und einem Lehrer – zugelassen. Für größere Veranstaltungen mit Publikum sei ein anderes Brandschutzkonzept erforderlich, erläuterte Martensmeier.

Eltern befürchteten vollständiges Veranstaltungs-Verbot

Leitung und Elternvertreter der Grundschule Pavenstädt hatten die Mitteilung offenbar als Verbot für die Nutzung der Hallen für Veranstaltungen verstanden. Sie befürchteten, dass es in Zukunft keine Möglichkeit mehr gebe, zum Beispiel die beliebten Aufführungen der Musical-AG in der Sporthalle durchzuführen. Die Musical-AG kündigte an, ihre Arbeit einzustellen. Elternvertreter wandten sich mit einer Einwohnerfrage an den Bildungsausschuss und baten um Erläuterungen.

Zusätzlicher Notausgang für die Sporthalle in Pavenstädt

„Es gibt kein Veranstaltungs-Nutzungsverbot“, betonte Martensmeier in der Sitzung am Dienstagabend. Aber die erforderlichen Brandschutzkonzepte müssten vorgelegt und genehmigt werden. Dann würden möglicherweise zusätzlich notwendige Maßnahmen umgesetzt. Für die Grundschule Pavenstädt sei bereits ein neues Brandschutzkonzept erarbeitet worden. Es liege dem Fachbereich Bauordnung zur Prüfung vor. Bisher stehe fest, dass an der Sporthalle zumindest ein zusätzlicher Zugang als Fluchtweg geschaffen werden müsse, um brandschutz- und haftungsrechtlich alle Vorgaben zu erfüllen. Die Baumaßnahme sei für das kommende Jahr fest eingeplant.

Musical-Aufführung ersatzweise in der Anne-Frank-Schule

Für die Musical-Aufführung der Grundschule Pavenstädt sei das Forum der Anne-Frank-Gesamtschule als Ausweichmöglichkeit gefunden worden, erläuterte Martensmeier. Bei einem Gespräch mit der Schulleitung seien im Übrigen schon im Mai, direkt nach der Mitteilung, verschiedene Alternativen für die Präsentation des Musicals genannt worden.

Sicherheit muss garantiert werden

„Es geht bei den Maßnahmen um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, um die Sicherheit von Menschen zu garantieren“, erklärte Martensmeier. Der Sachverhalt sei allen Schulen mitgeteilt worden. Nach der Genehmigung der jeweiligen Nutzungsänderungsanträge würden die erforderlichen baulichen Veränderungen umgesetzt.

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