Expertise soll Stadtbus-Konzept vorantreiben
Bild: Bojak
Neues Konzept für die Stadtbusse: Bisher konnten sich die Verantwortlichen nicht auf eine überarbeitete Linienführung einigen. Jetzt soll eine weitere Expertise zum Liniennetz dazu beitragen, einen Konsens zu erzielen.
Bild: Bojak

Es geht um die Frage, ob die Linienführung der Stadtbusse als sogenannte Durchmesserlinie sinnvoll ist oder ob der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) als Rendezvouspunkt genutzt werden soll. Beim Rendezvous-System träfen sich alle Busse zeitgleich am ZOB, so dass ein Umsteigen problemlos möglich sei. Beim Durchfahrt-System würden die Busse von einem Ortsteil durch die Innenstadt in einen anderen Ortsteil fahren.

Möglichkeiten einfach ausprobieren

„Gütersloh soll den Personennahverkehr bekommen, den die Stadt braucht und der von mehr Menschen genutzt wird“, betonte Silva Schröder (CDU) in der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstagabend. Wenn dazu eine weitere Expertise notwendig sei, müsse diese erstellt werden. Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) schlug stattdessen vor, einfach auszuprobieren, welche der beiden Möglichkeiten die richtige sei. „Dazu brauchen wir kein neues Gutachten.“ Auch Norbert Morkes (BfGT) sprach sich für diese Lösung aus. Dem Vorschlag der Verwaltung, den Ausbau und die Verbesserung der Haltestellen unabhängig von der weiteren Bearbeitung des ÖPNV-Themas voranzutreiben, könne die BfGT zustimmen, nicht aber einer weiteren Expertise. „Wie lange soll eine neue Diskussion denn dauern?“, fragte Morkes.

Ohne Befindlichkeiten prüfen

Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) schloss sich den Argumenten von Silva Schröder an. „Wir stimmen dem Vorschlag der Verwaltung zu, um den gefühlten Stillstand zu überwinden. Wir versprechen uns von einem unabhängigen Gutachten Lösungen.“ In die gleiche Richtung tendierten Dr. Wolfgang Büscher (FDP) und Norbert Bohlmann. Bei den Diskussionen habe es einen Vertrauensverlust gegeben. Wenn jemand ohne Befindlichkeiten auf die Angelegenheit blicke, sei das sicher sinnvoll. Am Ende stimmten zehn Mitglieder des Ausschusses für die neue Expertise, sechs (BfGT und SPD) dagegen. Zum weiteren Ablauf erklärte Dr. Michael Zirbel, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, dass er einem Fachbüro den Auftrag für die Expertise erteilen werde. Er gehe davon aus, dass das Ergebnis im Februar dokumentiert werden könne.

SOCIAL BOOKMARKS