FCG hat gute Chancen auf Vereinsheim
Bild: Dinkels
Der Erhalt des Heidewaldstadions ist mit der Verlängerung des Pachtvertrags auf lange Sicht gesichert worden. Jetzt soll es auch neue Toilettenanlagen mit einem Vereinsheim, vom FCG auch als Begegnungsstätte beworben, bekommen.
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Die wichtigste Voraussetzung hat die Stadt schon mit der Verlängerung des Pachtvertrags mit dem Eigentümer, der Gütersloher Schützengesellschaft, um 30 Jahre bis 2049 geschaffen. Damit ist der Bestand des Heidewaldstadions als Sportstätte auf lange Sicht gesichert worden.

In einer Vorlage für den Sportausschuss (2. Dezember, 17 Uhr, Ratssaal) schlägt der Beigeordnete Henning Matthes nun vor, den Neubau zu fördern. Wie bei der Haushaltseinbringung berichtet, sind dafür im Entwurf vorsorglich 706 000 Euro eingeplant.

Die Bauverwaltung hat den Entwurf der Architektin Birgit Melisch überprüft. Außer kleinen Änderungen in der Planung wurde dabei der Kostenrahmen „mit einem aus städtischer Sicht notwendigen Aufschlag von 150 000 Euro von ursprünglich 1,06 Millionen Euro auf 1,21 Millionen erhöht“.

Der Finanzierungsplan sieht einen städtischen Zuschuss in Höhe von 233 770 Euro vor. Aus dem Sportförderprogramm des Landes NRW „Moderne Sportstätte 2022“ sollen 650 654 Euro weitergereicht werden. Der Stadtsportverband hat das laut Vorlage befürwortet. Die Aussichten, den Zuschuss tatsächlich zu bekommen, seien „positiv“, so Matthes. 200 000 Euro will der FCG nach eigener Aussage selbst aufbringen. Für das Antragsverfahren kalkuliert die Stadt einen Vorsteuerabzug von 125 576 Euro ein.

Der städtische Zuschuss soll erst fließen, wenn die Zusage des Landes vorliegt und die Finanzierung gesichert ist. Als Bauherr würde der FC Gütersloh auftreten. Für die Unterhaltung soll ebenfalls der Verein aufkommen. Zu diesem Zweck soll ein Nutzungsvertrag zwischen dem Verein und der Stadt auf zunächst 15 Jahre mit automatischer Verlängerung um jeweils fünf Jahre abgeschlossen werden. Das Gebäude ginge in den Besitz der Stadt über, der auch die anderen baulichen Anlagen gehören. Sie soll auch die Gebäudeversicherung übernehmen.

Dem Verein wird ein dauerhaftes Nutzungsrecht für den Spiel- und Trainingsbetrieb eingeräumt. Gleichzeitig sichert sich die Stadt das Recht, „das Stadion im Bedarfsfall auch anderen Vereinen zur Verfügung zu stellen“. Auch das Fußballspiel der Gymnasien und Jugendländerspiele sollen dort weiter stattfinden. Dafür sollen auch die vom FCG errichteten baulichen Anlagen zur Verfügung stehen. Die Stadt bleibt als Betreiberin des Stadions für das gesamte Gelände verkehrssicherungspflichtig, der FCG für das Vereinszentrum.

„Moderne Sportstätte 2022“

Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes NRW umfasst für den Bereich der Stadt Gütersloh ein Budget in Höhe von knapp 1,33 Millionen Euro. Was die Vergabe anbelangt, sind die Stadt- und Gemeindesportverbände aufgefordert, Empfehlungen abzugeben. Die Stadt hat alle Sportvereine mit vereinseigenen oder gepachteten Anlagen über das Förderprogramm informiert. Der Vorstand des Stadtsportverbands Gütersloh hat sich in zwei Sitzungen im September mit den vorliegenden Anträgen von Vereinen beschäftigt und folgende Empfehlungen ausgesprochen:

FC Gütersloh: 650 654 Euro für die Sanierung der Toilettenanlage und Bau eines Begegnungszentrums Heidewald (Gesamtkosten laut Antrag: 1,08 Millionen Euro).

Niehorster Schützen: 70 000 Euro für die Sanierung des Schießstands (Gesamtkosten: 100 000 Euro).

TC 71: 21 000 Euro für die Sanierung des Sportheims und die Heizungsanlage (42 000 Euro).

SVA Gütersloh: 92 625 Euro für die Sanierung der Tennisplätze und des Vereinsheims (142 000 Euro).

Postsportverein: 24 500 Euro für die Sanierung des Sportheims (Barrierefreiheit; 35 000 Euro).

Tauchsportclub: 18 340 Euro für die Sanierung des Vereinsheims (26 200 Euro).

Weitere Vereinsbaumaßnahmen sind benannt worden, laut Vorlage für den Sportausschuss (2. Dezember) aber noch nicht entscheidungsfähig. Aus dem Fördertopf des Landes stehen nach Abzug der oben genannten Maßnahmen noch 441 296 Euro für weitere Projekte zur Verfügung.

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