Fabian Fenner siegt beim City-Trial
Bild: Dünhölter
Fabian Fenner leistete sich auf dem City-Trial-Parcours die wenigsten Fehler. Der 14-Jährige durfte am Ende den Siegerpokal entgegen nehmen.
Bild: Dünhölter

Solche Wettkämpfe funktionieren aber auch in der Innenstadt. So wie am Samstag beim zweiten ADAC-Stadt-Trail auf dem Konrad-Adenauer-Platz vor dem Rathaus. Neun junge Motorradartisten waren angereist, um mit ihren PS-starken Maschinen den ersten von vier Läufen auszufahren. Organisiert wurde die Veranstaltung, bei der es vorrangig auf die Fahrzeugbeherrschung in den akrobatischen Abschnitten ankam, vom Verein „ToyRun for Kids“. Ausrichter war der Motorsportclub (MSC) Sieker.

Zahlreiche Zuschauer

Die Motorsportfreunde aus Bielefeld hatten am Ende doppelten Grund zur Freude. Das Motor-Spektakel lockte nicht nur zahlreiche Besucher an, nach fünf Stunden feierte der MSC auch einen Heimsieg. Mit Fabian Fenner setzte sich nach zwei Läufen über die sechs zu überwindenden Teilabschnitte ein MSC-Eigengewächs durch. Der 14-Jährige machte im letzten von zwei Läufen weniger Fehler, als der bis dahin führende Tobias Müller und schnappte dem Vorjahres-Gewinner so den Pokal vor der Nase weg. Christian Wecker vom MSC Sieker, der den Wettkampf mit Hans-Jörg Milse („ToyRun vor Kids“) moderierte, war am Ende bestens gelaunt: „Wir danken der Stadt Gütersloh, dass sie uns die Möglichkeit gibt, uns in der City zu präsentieren. Die meisten Rennen sind irgendwo auf der grünen Wiese. Das hohe Zuschauerinteresse hier ist zusätzliche Motivation für die Fahrer.“

Glitschige Hindernisse

Nicht ganz glücklich waren die Sportler über das Wetter. Regengüsse machten die Hindernisse glitschig. Christian Wecker: „Es fehlt der Halt. Für die Zuschauer sieht es eleganter aus, wenn die Fahrer in einem Rutsch durch eine Passage fahren und nicht zwischendurch einen Sicherheitsfuß aufsetzen müssen.“ Doch auch so verdienten sich die Kunstfahrer mit der Beherrschung der schweren Maschinen den Respekt der Besucher. Die Sportler sprangen über Beton-Blöcke, kletterten auf ihren Maschinen den Sparkassen-Turm hinauf und wieder hinunter, fuhren über Container-Mulden steil nach oben oder purzelten reihenweise die Gütersloh-Marketing-Passage hinunter. Beim schwersten Hindernis musste eine Holztreppe hochgeklettert und dann im Sprung überwunden werden. Fünf von sechs Finalisten landeten dabei auf den Holzbrettern am Boden. Wie alle anderen nahm es auch Fabian Fenner sportlich: „Stürzen gehört dazu. Dank Helm, Rückenpanzer und Schutzstiefel passiert relativ wenig.“

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