„Fahrradfahren darf keine Angst machen“
Foto: Dinkels
So soll es sein: Radfahrer nutzen die Haller Straße und Autofahrer machen mit langsamen Tempo einen großen Bogen um die Zweiräder.
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Eigentlich sind die Regeln klar: Zu Radfahrern ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu halten. Auf der Haller Straße gilt im Isselhorster Ortskern Tempo 30. Und jugendliche sowie erwachsene Radfahrer dürfen den Gehweg nicht benutzen, sondern müssen auf der Straße fahren. Regeln, an die sich nach der Erfahrung von Norbert Grüneberg viel zu wenige Menschen halten. 

Radfahrer weichen zur Sicherheit auf Gehweg aus

Zwischen Kriegerdenkmal und Grundschule sei die Situation an manchen Stellen so eng, dass Radfahrer häufig zur Sicherheit – manchmal eventuell auch aus Gewohnheit – auf den Gehweg auswichen. Aber das sei ja nicht Sinn der Sache. „Wir wollen, dass sich auch die Radfahrer an die Regeln halten“, macht Grüneberg das Anliegen der Gruppe deutlich. Aber dass sich manche auf der Straße nicht sicher fühlten, könne er auch nachvollziehen. Denn einige Autofahrer würden das Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde deutlich überschreiten und auch in Kurven Radfahrer überholen, ohne den Mindestabstand einzuhalten. Wer als Radfahrer links abbiegen wolle, habe dazu zum Teil wegen des Verkehrsaufkommens gar nicht die Gelegenheit. „Radfahren darf keine Angst machen“, sagt Grüneberg. 

Und was könnte zur Entschärfung der Situation beitragen? Der Isselhorster hofft auf Piktogramme, ein Display, das den Autofahrern deren Geschwindigkeit anzeigt, sowie auf regelmäßige Kontrollen. Nur so könne man die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren, sich an die Vorgaben zu halten. Mit der Aktion wollen die Teilnehmer aber nicht nur für die Einhaltung der bestehenden Regeln werben, sondern auch für die vermehrte örtliche Nutzung des Fahrrads. „Jede zweite Autofahrt im Dorf entfällt laut Verwaltung, auf den Quell- und Zielverkehr (51 Prozent)“, heißt es in der Ankündigung zur Fahrrad-Demo. Zahlreiche Fahrten, ob zur Turnhalle, Schuster oder Bäcker, betrügen weniger als fünf Kilometer. „Eine Entfernung, mit der wir im Dorf nicht alles aber einiges bequem mit dem Rad erledigen können.“ Jede Fahrt mit dem Rad sei ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. 

Dass die Organisatoren mit ihren Forderungen nicht allein sind, zeigen die ersten beiden Fahrrad-Demos. 45 beziehungsweise 33 Personen nahmen bei den ersten beiden Terminen teil. Treffpunkt am Freitag ist um 15 Uhr der Isselhorster Kirchplatz. Dort besteht Maskenpflicht.

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