Familie gibt die Suche nach Loki nicht auf
Hat sofort die Beschützerrolle für die kleinste Katze übernommen: Der Kater Loki ist seit dem 17. April verschwunden. Die Familie gibt die Hoffnung nicht auf.

„Er war einfach etwas ganz Besonderes. Ein unglaublich sozialer, verschmuster, gechillter Kater.“ Wenn Christine Hornberg (50) von Loki erzählt, merkt man ihr an, wie viel er ihr bedeutet. Dann korrigiert sie sich schnell: „Er ist etwas Besonderes.“ Obwohl seit dem Tag, an dem Loki von seinem täglichen Ausflug nicht zurückkehrte, bereits zwei Monate vergangen sind, wollen weder sie noch ihr Partner Dominik Brinkmann (46) die Hoffnung aufgeben. „Solange wir keine Meldung über seinen Tod bekommen, werden wir annehmen, dass er noch lebt. Aber wir suchen in alle Richtungen. Falls er vielleicht angefahren wurde, möchten wir zumindest trauern können.“

Kein Spur von Loki

Die Halter sind in den vergangenen Wochen jeder vermeintlichen Spur ihres Vierbeiners nachgegangen. Leider konnten sie ihn bisher nirgendwo entdecken – oder es handelte sich um ein anderes Tier.

Fühlen sich verantwortlich: Christine Hornberg (50) und Dominik Brinkmann (46).

Loki trat vor etwas mehr als einem Jahr in das Leben von Christine Hornberg und Dominik Brinkmann. Als sie Futter an das Tierheim Gütersloh spendeten und durch die Gehege mit den Katzen liefen, fiel er ihnen direkt auf. „Und dann lag er da“, sagt Hornberg mit einem Lächeln im Gesicht. „Eigentlich habe ich immer gesagt: Ich möchte keine vierte Katze.“ Einen Tag später nahm das Paar Loki dann doch mit nach Hause. Dort eroberte der Kater schnell die Herzen der ganzen Familie. Auch das vom 13-jährigen Sohn, der in Loki einen verspielten Kater gefunden hatte, der sich auch von Fremden streicheln ließ.

Familie versucht alles

In sämtlichen Supermärkten, Tierheimen und Tierarztpraxen hat die Familie Flugblätter verteilt, Suchaufrufe bei Facebook gestartet und Loki sowohl bei Tag als auch bei Nacht gesucht. Weil das aber keinen Erfolg brachte, probierte sie aus Verzweiflung eine Tierkommunikation. Eine Bekannte, die sagt, einen mentalen Kontakt zu Tieren herstellen zu können, sollte weiterhelfen. Dominik Brinkmann schüttelt den Kopf: „An sowas glaube ich eigentlich gar nicht. Aber wenn es weiterhilft – bitte schön.“

Die Ergebnisse der Kontaktaufnahme führten Lokis Besitzer zum St.-Elisabeth-Hospital. Kurz darauf meldeten sich auch einige Leute, die meinten, Loki im Bereich Spexard gesehen zu haben. „Allerdings ist er schon längst wieder weg, wenn wir drei Stunden später dort ankommen. Ich würde mir wünschen, dass ihn jemand packt, wenn er ihn sieht“, sagt Brinkmann. Niemand bräuchte Angst vor dem Kater zu haben. „Loki ist absolut nicht aggressiv. Man kann ihn einfach im Nacken packen.“

Fell-Maserung fällt auf

Loki ist ein recht großer, muskulöser Kater mit einer rot-weißen Maserung. Sein Rücken und seine Beine sind rot, seine Pfoten, sein Bauch und Gesicht weiß. Sein Kopf und seine Pfoten sind im Verhältnis zum Körper recht groß, und er hat einen kleinen schwarzen Fleck unter der Lippe. Loki ist kastriert, geimpft und gechipt. Da der Kater im Tierheim als Fundtier lebte, könnte es auch sein, dass er zu seinem alten Zuhause zurückgelaufen ist. In diesem Fall werde dennoch darum gebeten, sich zu melden, sagt Christine Hornberg. „Wir wollen nur, dass er es gut hat.“

Auch wenn einige Leute den Aufwand, nach ihrem Kater zu suchen, als übertrieben erachten, ist sich die Familie einig: „Wer ein Haustier hat, der hat auch eine Verantwortung, es zu suchen. Ob lebendig oder tot – wir möchten einfach abschließen können.“ Wer einen Hinweis zum Verbleib von Loki hat, soll sich bei Christine Hornberg unter Tel.: 0160/8033400 melden.

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