Feuerwehr-Chef bei Unfall verletzt
Bild: Eickhoff
Bei dem Unfall in Lintel prallte der Fahrradfahrer auf die Windschutzscheibe und stürzte zu Boden.
Bild: Eickhoff

Nach Angaben der Polizei war Koch gegen 18.20 Uhr mit seinem Rennrad zwischen dem Kreisverkehr Am Postdamm/Kapellenstraße und der Bundesstraße 64 unterwegs, als aus seiner Sicht von links der Fahrer (26) eines blauen Passat Variant mit rumänischem Kennzeichen aus einer Hofzufahrt auf die Kapellenstraße einbiegen wollte. Der Passat erfasste das Fahrrad etwa auf Höhe des Beifahrersitzes. Das Auto rutschte anschließend in den der Ausfahrt gegenüberliegenden Graben der Kapellenstraße, der die Straße und den parallel verlaufenden Radweg voneinander trennt.

Der Feuerwehr-Chef  stürzte auf die Straße und blieb schwer verletzt liegen. Durch die Wucht des Zusammenpralls brach die Carbongabel des Vorderrads ab und rollte ebenfalls in den Graben. Der Helm des Gütersloher Branddirektors brach an zwei Stellen und absorbierte so die Einwirkung auf die Schädeldecke. Die Polizei sperrte die Kapellenstraße während der Rettungsarbeiten und der Spurensicherung zwischen dem Kreisverkehr und der Kupferstraße.

Der Verletzte wurde an der Unfallstelle rund 30 Minuten vom Notarzt aus Gütersloh und der Rettungswagenbesatzung aus Rheda-Wiedenbrück behandelt, ehe er anschließend ins Klinikum Gütersloh transportiert wurde. Zwar hatte der 26-jährige Passatfahrer den Unfall nach Auffassung der Polizei am Unfallort durch das Missachten der Vorfahrtsregel verursacht. Auch soll er Alkohol getrunken haben. Koch hätte aber nach Meinung der Beamten den Radweg benutzen müssen.

Mit Hilfe eines Großfahrzeuges des Löschzuges Lintel wurden die Unfallspuren von der Polizei fotografiert. Das Fahrrad sowie der Passat wurden für weitere Ermittlungen beschlagnahmt. Der Passatfahrer, der nach dem Ergebnis eines Atemalkoholtests deutlich unter Alkoholeinfluss stand, musste sich einer Blutprobe unterziehen.

Koch ist seit 2000 Chef der Gütersloher Feuerwehr. 2011 wurde unter seiner Regie die Hauptamtliche Wache in eine Berufsfeuerwehr umgewandelt. Aktuell steht der Neubau der Feuer- und Rettungswache an.

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