Firma Brand soll Stellplätze bekommen
Bild: Dinkels
Stellplatzbedarf: Die Firma Karl Brand an der Robert-Bosch-Straße möchte einen zusätzlichen Parkplatz bauen.
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Aktuell sind es 330 Beschäftigte. Da die eigene Grundstücksfläche zwischen Bahndamm und Bundesstraße 61 ausgereizt ist, möchte die Firma eine rund 3000 Quadratmeter große Grünfläche, die südlich anschließt, als Parkplatz ausbauen. Im Mai hatte der Planungsausschuss die notwendigen Planänderungen auf den Weg gebracht. Die Fläche gehört Anwohnern.

In einem Bürgerantrag fordert die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU), den Beschluss aufzuheben und die fragliche Fläche aufzuforsten, wie es der bis dato geltende Bebauungsplan vorsah („Die Glocke“ berichtete). Die Firma solle ihren eigenen Parkplatz stattdessen überbauen oder mit den Stellplätzen in die Erde gehen.

Die Verwaltung schlägt dem Planungsausschuss (Dienstag, 21. November, 17 Uhr, Ratssaal) vor, den Bürgerantrag abzuweisen und die Öffentlichkeitsbeteiligung zur gleichzeitigen Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans einzuleiten.

Zu Begründung heißt es in der von der Technischen Beigeordneten Nina Herrling gezeichneten Vorlage, auf dem Betriebsgelände gebe es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Ein Parkdeck sei auf der vorhandenen Stellplatzfläche aus rechtlichen Gründen nicht möglich, „da sie teilweise außerhalb der überbaubaren Fläche liegt“. Außerdem würde ein Parkhaus oder eine Tiefgarage das Beseitigen des 15 Jahre alten Baumbestands erfordern.

Der GNU-Verweis auf den ÖPNV greife nicht, da drei Viertel der Mitarbeiter von auswärts kämen und die Anfahrt mit dem Bus wegen der Entfernungen und Anbindungen sehr schwierig sei. Auf die von der GNU vorgeschlagene Mitnutzung von Stellplätzen benachbarten Firmen könne „keine dauerhafte Lösung im Sinne der anstrebten Planungssicherheit“ sein. Im Ergebnis gebe die Verwaltung der Standortsicherung des Betriebs und seiner Arbeitsplätze Vorrang vor dem Verzicht auf den Eingriff in die Natur. Die alternative Aufforstung einer Fläche in Niehorst sei mit der Unteren Landschaftsbehörde abgestimmt. Es handelt sich um einen Acker, der 2012 in eine Waldfläche um gewandelt worden war.

In Kenntnis der Verwaltungsmeinung hat die GNU jetzt nachgelegt: Alternativ schlägt sie vor, eine Tiefgarage unter der Wiese zu bauen und sie dann aufzuforsten oder die Bäume auf der bestehenden Stellplatzanlage umzusetzen, um Platz zu schaffen.

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