Franz Kiesl für 20 Jahre Einsatz geehrt
Bild: Daub
Zum 20-jährigen Vorsitz im Forum Russische Kultur Gütersloh gratulierten Franz Kiesl (vorn links) Dr. Karin Zinkann, Laudator Heinz Pastel, Peter Franke (Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften), Bürgermeisterin Maria Unger, Dr. Ernst-Jörg von Studnitz (Deutsch-Russisches Forum), Botschafter Wladimir Grinin, der russische Generalkonsul Jewgenij Schmagin, Professor Dr. Franz Kaiser (Deutsch-Russische Gesellschaft) sowie Thomas Fischer, zweiter Vorsitzender des Forums (v. l.).
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Franz Kiesl (78) sei zum Brückenbauer zwischen beiden Ländern geworden, betonte Botschafter Wladimir Grinin. Der russische Generalkonsul Jewgenij Schmagin aus Bonn-Bad Godesberg überreichte „König Franz“, wie er den Forums-Vorsitzenden nannte, eine gerahmte Urkunde, die Kiesl als in beiden Ländern rührigen „inoffiziellen Honorarbotschafter“ ausweist.

Schmagin attestierte seinem Duzfreund, dieser habe 1993 – zwei Jahre nach der Gründung des Forums – eine neue Epoche eingeleitet: „Von nun an hieß das neue Markenzeichen von Gütersloh Kiesl-Forum.“  Außerdem habe der gebürtige Oberpfälzer „die geheimnisvolle russische Seele dechiffriert“. Nun sei Franz Kiesl auch ein „Ehrenbrückenbauer der deutsch-russischen Freundschaft“ geworden.

Botschafter Grinin hob hervor: „Franz Kiesl strebt das edelmütige Ziel an, Bürger mit Russlands reicher Kultur bekanntzumachen. Für unsere jungen Talente eine wunderbare Gelegenheit, ihr Können auf deutschen Bühnen zu demonstrieren.“ Kiesls Engagement würdigte als Laudator Heinst Pastel aus dem Beirat des Forums Russische Kultur: „Einer seiner Verdienste ist es, dass es zu einigen 1000 Übernachtungen bei Gasteltern gekommen ist. So etwas darf man gut und gern Völkerverständigung nennen.“ Dazu hätten auch in 20 Jahren 50 Reisen mit 1000 Teilnehmern gezählt, die Kiesl alle persönlich begleitete.

Die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger überreichte Kiesls Ehefrau Gunda Blumen und sagte: „Er hat es sich zur Herzensangelegenheit gemacht, ein Kulturangebot zu schaffen, dessen Ruf weit über die Stadt hinausreicht.“ Der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher West-Ost-Gesellschaften, Peter Franke, attestierte dem Geehrten: „Kein Verein macht es so gut wie seiner.“ Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, dass sich das Forum mit einer Städtepartnerschaft einbringe.

Der Präsident der Deutsch-Russischen Gesellschaft, Professor Dr. Franz Kaiser, schwärmte: „Franz Kiesl ist ein Glücksfall, ein leuchtendes Beispiel und eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft!“

Das Forum Russische Kultur Gütersloh, das 1991 bei der Gründung rund 50 Gleichgesinnte zählte, ist heute 350 Mitglieder stark. Dem Talente-Nachwuchs hilft es in enger Kooperation mit den russischen Stiftungen „Spivakov“ und „Neue Namen Moskau“.

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