Frauentausch: „Wo bist du nur gelandet?“
Sind gespannt auf die Ausstrahlung ihrer „Frauentausch“-Folge: (v. l.) Tim, Marie, Kai, Tanja und Laura Pählig.

Sie wohnen zusammen mit ihren beiden Hunden „Fibi“ und „Digga Fletscher“ in der Gütersloher Innenstadt. Die Wohnung haben sie gemütlich eingerichtet. Viel Eigenleistung war bei der Renovierung gefragt. Viel helle Farbe wurde für ein freundliches Ambiente eingesetzt. Zum Frauentausch kam das Ehepaar durch die Fernseh-Sendung „Akte“. Dort hatten sie sich gemeldet, nachdem sie bei einer Warensendung aus dem Ausland abgezockt worden waren. Nach Ausstrahlung der „Akte“-Sendung wurde eine Casting-Agentur auf die Gütersloher aufmerksam und fragte nach, ob sie Lust hätten, beim „Frauentausch“ mitzumachen.

„Eine unerträgliche Frau“

 Nach der Zusage Anfang Juni 2011 ging alles sehr schnell. Bereits Mitte des Monats wurde gedreht. „Ich wusste ja nicht, wohin ich komme. Aber als ich dort ankam, habe ich nur gedacht: ,Wo bist du nur gelandet?‘“, erinnert sich Tanja Pählig an ihre Ankunft in Berlin-Lichtenrade. Auch in Gütersloh herrschte in dieser Zeit alles andere als eitel Sonnenschein. „Ein unerträgliche Frau“, so das eindeutige Urteil von Tim über die Frau, die statt Tanja in der Gütersloher Wohnung einzog. Das freute wiederum Tanja Pählig: „Ich bin etwas eifersüchtig und hatte Angst, dass da so ein hübsches Püppchen kommt.“

Dürre Regieanweisungen

 Reibungspunkte sind in der Dokusoap gewollt. Wo es keine gibt, werden welche geschaffen. „Wir sind angefüttert worden“, sagt Kai Pählig. „Ich sollte auf Tussi machen“, erinnert sich Tanja Pählig an eine der dürren Regieanweisungen. Mehr brauchte es gar nicht. Sprengstoff gab es genug. Bereits am ersten Abend saß Tanja Pählig heulend an der Bushaltestelle. Sie wollte nur weg, hatte Angst, dass ihr der Tauschmann etwas antun würde.

Die Lösung war ein Hotel, wo sie während der Dreharbeiten wohnen durfte. Aufgeben gilt nicht, die Show muss weitergehen. Angesichts ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation hatte Tanja Pählig eigentlich damit gerechnet, in einer gut situierten Familie zu landen. Die Gütersloher leben von Arbeitslosengeld. „Es gibt aber wohl auch so etwas wie Hartz fünf“, sagt Kai Pählig und schüttelt bei der Erinnerung an seine ungepflegte „Ersatzfrau“ den Kopf.

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