Friesland-Campina baut Werk aus
Vor dem neuen Produktionsgebäude: (v. l.) Werkleiter Konrad Hubinger, Dirk Dubiel, zuständig für die Erweiterung, und der frühere Inhaber und heutige Berater Klaus-Herbert Strothmann.  Bild: Dinkels

Das Werk dort ist Ende des Jahres verkauft worden an die Odenwald Früchte GmbH. Mit der Produktion zieht auch ein Teil der Mitarbeiter nach Gütersloh um. Sechs sind schon da. An das bestehende Produktionsgebäude wird ein weiteres zweieinhalbgeschossiges Gebäude mit 2500 Quadratmetern Fläche angebaut.

Dort sollen fünf neue Produktions- und Abfülllinien aufgebaut werden für Joghurt- und Dessertspezialitäten. Nach Angaben des Werkleiters Konrad Hubinger sollen dort überwiegend Produkte für den niederländischen Markt unter dem dort bekannten Markennamen „Mona“ hergestellt werden.

Außerdem wird ein neues Lager mit 1200 Quadratmetern für Packmaterial errichtet. Für 2012 ist überdies geplant, das weithin sichtbare Hochregallager in der Kapazität um 50 Prozent zu erweitern. Das Gebäude wächst in die Breite, nicht in die Höhe. Aufgebaut wird ferner die Logistik, und im Energiebereich sind Anpassungen vorgesehen. Die neue Produktion hat eine Kapazität von weiteren 190 bis 200 Millionen Bechern pro Jahr.

In Gütersloh entstehen 25 zusätzliche Arbeitsplätze, die zu einem Großteil mit Mitarbeitern aus Elsterwerda besetzt werden sollen. Die Fertigstellung der Gebäude ist für Mitte Juni geplant.

Ende Oktober / Anfang November, wenn die Technik installiert ist, soll die Produktion starten. Begleitet wird der Neubau von einem Dortmunder Architekturbüro. Die Gewerke führen überwiegend heimische Firmen aus. Mit den Erdarbeiten war schon im Oktober begonnen worden. Der früh einsetzenden Winter hat die Baumaßnahme aber für vier Wochen stillgelegt.

 „Wir haben einen entscheidenden Schritt in Richtung Standortsicherung getan“, sagte Hubinger am Montag vor der Presse. Die Entscheidung für Gütersloh sei gefallen, weil die infrastrukturelle Lage mitten in Deutschland im verbraucherstärksten Bundesland günstig sei. Gütersloh sei gut an die Autobahn 2 angebunden.

Außerdem sei das Werk „sehr effizient“, so Hubinger, der Standort habe eine hohe Innovationskraft. „Das Werk entwickelt sich immer mehr zum Spezialisten für süße Desserts“, sagte der Werkleiter.

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