Fulminante Hommage an Louis Armstrong
Bild: Rekate
Heizten dem Publikum in der Isselhorster Festhalle ordentlich ein: (v. l.) Max Oestersötebier und Terrence Ngassa.
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Die sechs Sazeracs glühten vor. Immer, wenn die Flammen der Begeisterung die Besucher auf dem Parkett mit unausweichlichem Bewegungsdrang erfassten, enterte Terrence Ngassa die Showbühne und schmetterte die coolsten Trompetensoli.

Obendrein addierte der Kameruner aus Köln noch seine rauchige Stimme. Die Megahits „Hello Dolly“, „All Of Me“ und „Moon River“ gaben bereits im ersten Set Gelegenheit zur furiosen Rezeption.

Max Oestersötebier, virtuoser Gitarrist, Sänger und grenzüberschreitender Spiritus Rector der Renaissance des klassischen Jazz, ist ein Gefährte in einem außergewöhnlichen Team.

Kontrabassist Roger Clarke-Johnson und Schlagzeuger Georg Kirschner betonierten ein solides Fundament. Ihr präzises Rhythmusgefühl stabilisierte das Gesamtgefüge.

Die Tasten des Pianos polierte im Handumdrehen kein Geringerer als der Gütersloher Boogie-Woogie-Spezialist Dennis Koeckstadt. Für den kollektiven Hochdruck der agilen Hornsektion zeichnen der Saxophonist Jonas Rabener und der Posaunist Lars Bechstein verantwortlich.

Nach der Pause wurden die begeisterten Partygäste an Armstrongs „Hot Five“ erinnert. „Struttin With Some Barbeque“ realisierte eine Zeitreise in das Jahr 1928. Der von Louis Armstrong 1956 interpretierte Titel „Mack The Knife“ startete die auffrischende Schlusssequenz, die mit „What A Wonderful World“ einen spontan gebildeten Chor im Publikum aktivierte.

Den Höhepunkt markierte die Zugabe „Blueberry Hill“, in der Terrence Ngassa die Aura Armstrongs ummantelte. Ein finales „Oh When The Saints Go Marching In“ holte mal eben das „Mardi Gras“ vom Mississippi an die Lutter.

„Wir haben unsere finanziellen Ziele erreicht. Wir konnten dank der Besucher und Sponsoren genügend Geld generieren, um unsere sozialen Projekte weiter zu unterstützen“, erklärte Wolfgang Sonnabend, Präsident des Lions-Clubs Gütersloh-Wiedenbrück, bei der Aftershow. Er unterstrich die Verwendung der Gelder nach dem Prinzip „aus der Region, für die Region“.

Das Schlusswort gebührt Stephan aus der Sazerac-Fankurve: „Das war ein grandioses Konzert. Das ist die unglaublichste Band der Welt. Mehr Herzblut geht nicht.“

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