GOP-Varieté raubt Zuschauern den Atem
Höchstleistung: Vanessa Alvarez jonglierte Kissen, während sie auf der Bühne akrobatische Kunststücke vollbrachte.

Für viele war es bereits der zweite Besuch in dem zum Theatersaal umgebauten Autosalon. Im vergangenen Jahr zog das Gastspiel der GOP-Profis rund 9000 Besucher in seinen Bann. Da Stillstand bekanntlich Rückschritt ist, haben die rührigen Veranstalter um Ralf Markötter (Geschäftsführer Autohaus Markötter) und Olaf Stegmann (Geschäftsführer GOP Entertainment Group) bei der zweite Auflage des Winter-Wunder-Varietés „eine Schüppe draufgelegt“. Statt sechs heißt es in diesem Jahr fast sieben Wochen lang: „Bühne frei, Licht an, der Zauber beginnt.“ „Man kann sich einfach zurücklehnen und die Show genießen“, sagte Olaf Stegemann nach der ersten Vorstellung.

Artisten verzaubern das Publikum

Dem Rat folgte das Publikum gern und ließ sich von den Künstlern faszinieren. Es tauchte ein in eine Zauberwelt, die mit einer Mischung aus Magie, Poesie, Staunen und Lachen das Herz berührt, Geist und Sinne verzückt. Es ist ein Zusammentreffen mit Artisten, Künstlern und Entertainern, die die Gabe besitzen, Varietékunst zwar immer wieder neu zu erfinden, dabei aber trotzdem bei ihren Wurzeln zu bleiben. So gelingt ihnen der Spagat zwischen Tradition und Moderne. Erstaunlich ist immer wieder die Leistung von „Robeat“. Der Star der Beatboxszene kann nicht nur mehr und schneller reden als jeder andere, er kann mit seinem Mund auch alle möglichen Instrumente ersetzen. Das zeigt er bei GOP zusammen mit seinem Partner Kai Eikermann. Der ist Körper-Komiker, Breakdancer und Millionen Fernsehzuschauern als Finalist des „RTL-Supertalents 2008“ bekannt.

Sprünge durch fünf Ringe

Eine Premiere feierten bei Markötter die „Chinesischen Ringe“. Das französische Akrobaten-Duo „Templavoila“ wagte zum ersten Mal im Rahmen eines Varietéprogramms Sprünge, Salti und Rollen durch bis zu fünf aufeinander gestellte Ringe. Ganz und gar ungewöhnlich ist auch der Auftritt des Jongleurs Cotten Mc Aloon. Seine verbale Schlagfertigkeit, seine Fähigkeit, auch mit Worten mit dem Publikum zu spielen, waren beinahe noch atemberaubender als sein Geschick im Umgang mit Keulen, Bällen und einem Jojo. Staunen rief auch die Darbietung von Natalia Bakun bei den Zuschauern hervor. Die russische Ring-Künstlerin ließ zum Schluss ihrer Darbietung etwa 40 Ringe zwischen Hals und Füßen zeitgleich um ihren Körper gleiten. Das Resümee der Premierengäste fiel einstimmig aus: Applaus, Applaus, Applaus.

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