Gänse und GOP begeistern in Innenstadt
Bild: Anika Reckeweg
Im Gänsemarsch watschelten nicht nur die Tiere durch die Gütersloher Innenstadt – und wanderten brav über den Zebrastreifen. Ihnen folgte ein ganzer Tross begeisterter Besucher. Andere empfingen sie Spalier stehend entlang der Königstraße.
Bild: Anika Reckeweg

Als um Punkt 12 Uhr die Show des GOP Varieté Theaters auf dem Berliner Platz beginnt, haben sich erst wenige Zuschauer dort versammelt.

Gesang, Pantomime und rasante Bälle

Moderator Detlev Winterberg, den manch einer aus dem Quatsch-Comedy-Club kennt, und Jonglage-Künstler Ilja Smyslov lassen sich davon aber nicht irritieren. Zum Vergnügen ihres Publikums gibt es Gesangseinlagen, Pantomime-Schlager und rasant durch die Luft fliegende Bälle.

Die musikalische Untermalung verleitet sogar einzelne Zuschauer zu einer Tanzeinlage. Die Aufführung ist eine Jubiläums-Aktion zum zehnjährigen Bestehen des Winter-Wunder-Varietés.

Kolbeplatz überbrückt Programm-Pause

Um den Besuchern ein bisschen das Gefühl zu vermitteln, sie stünden selbst auf der Bühne, laden große, mit samtigen Vorhängen umspannte Bögen zum spontanen Foto-Shooting ein.

Nach einer knappen halben Stunde ist der erste Block schon vorbei. Die inzwischen mehr gewordenen Gütersloher streben – bis zur nächsten Darbietung zur vollen Stunde – in Richtung Kolbeplatz.

Dort hält der Street-Food-Markt einen Snack bereit: Hot Dogs, Bubble-Waffeln, Frozen Yogurt, Pommes und andere kulinarische Verlockungen.

Akrobatik über Kopf

In der Zwischenzeit löst ein Stelzenläufer des GOP bei Jung und Alt große Augen aus. Doch nicht jeder der jungen Besucher traut dem bunten Riesen so recht. Bis zum zweiten Block verteilen sich die Menschen in der gut gefüllten Fußgängerzone.

Dann zeigt Rosalie Held ihr Können, nachdem Moderator Detlev Winterberg das Publikum mit einigen Quatsch- und Zaubertrick-Einlagen zum Lachen bringt. Überwiegend über Kopf auf den Händen stehend zeigt sie ihr akrobatisches Können mit einer erstaunlichen Leichtigkeit.

Gänse lösen Begeisterung aus

Ganz entspannt genießen die niederländischen Gänse auf dem Dreiecksplatz das Grün unter ihren Bäuchen.

„Die da könnte ich sein“, lautet der amüsierte Kommentar eines Besuchers, der die Tiere beobachtet. „Oder Moment – steht die auf einem Bein? Nee, das könnte ich doch nicht“, revidiert er kurz darauf seine Aussage.

„So etwas habe ich noch nie gesehen.“

Ein garantierter Höhepunkt des Tages ist wie immer der Gänsemarsch durch die Innenstadt. Wer denkt, wenigstens die Erwachsenen hätten sich in der Zwischenzeit daran sattgesehen, der irrt.

Ebenso begeistert wie die jüngsten Besucher ruft eine Frau: „Das ist ja der Hammer, so etwas habe ich noch nie gesehen.“ Währenddessen wühlt ihr Begleiter hektisch in den Taschen nach dem Smartphone, um die mächtigen Schnatterer für die Ewigkeit festzuhalten.

Im Gleichschritt über den Zebrastreifen

Fast im Gleichschritt wackeln die niederländischen Schwergewichte vom Gänsemarkt auf dem Dreiecksplatz über die Königstraße in Richtung Berliner Platz.

Dort hatte wenige Minuten zuvor pünktlich der Programmblock geendet. So wurde so manchem Zuschauer erspart, sich zwischen den Show-Einlagen entscheiden zu müssen.

Wohl verdiente Pause nach Blitzlichtgewitter

Geraten die Gänse zwischendurch auf Abwege – man könnte ja mal erkunden, was so hinter den Spalier stehenden Güterslohern so los ist – fangen die musizierenden Begleiter die versuchten Ausbrecher mit einer energischen Geste flugs wieder ein.

Nach einem kurzen Halt und den Klängen der „Ode an die Freude“ heißt es „Auf den Füßen kehrt“ und wieder in Richtung Dreiecksplatz. Die kleine Pause im Gehege haben sich die Tiere nach so viel Blitzlichtgewitter verdient.

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