Ganz nah dran an den Jazz-Legenden
Bild: Poetter
Blick auf eine Nahaufnahme der Finger von Miles Davis: Güterslohs Kulturdezernent Andreas Kimpel (links) und der Leihgeber der Werke, Ralph-Jörg Wezorke (Lightpower)
Bild: Poetter

Die Ausstellung läuft bis zum 18. Februar. Das Stadthallen-Forum ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie zu Veranstaltungen geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Präsentiert wird die Ausstellung, die nach Stationen in London, Los Angeles, San Francisco und Boston zum ersten Mal in Deutschland gezeigt wird, durch die Lightpower Collection, Bertelsmann und die Kultur-Räume Gütersloh.

„Vor uns liegt ein Jahr mit wunderschönen kulturellen Momenten“, erklärte Güterslohs Kulturdezernent Andreas Kimpel in seiner Begrüßung: „Wir starten mit einem absoluten Highlight.“ Mit einer Ausstellung, die das Zeug hat, an den Erfolg der Schau „Neal Preston – In the Eye of Rock’n’Roll Hurricane“ mit mehr als 10 000 Besuchern anzuschließen. Ging es im vergangenen Jahr um Fotos von Größen wie Led Zeppelin, Queen und Mick Jagger, so sind jetzt unter dem Titel „Jazz Festival“ Bilder der Festivals in Newport und Monteray aus den 1960ern zu sehen.

Dave Brubeck und Herbie Hancock in privaten Momenten

Dort hat Jim Marshall Musiker wie Dave Brubeck, Herbie Hancock, Dizzy Gillespie und Miles Davis – um nur einige Namen zu nennen – mit seiner Leica auf der Bühne und in privaten Momenten in Schwarz-Weiß festgehalten. Es sind großartige Bilder, die quasi als bewegte Filmszenen wahrgenommen werden. Die Arbeiten kommen leicht und offen daher, spiegeln Freiheit, Begeisterung und Lebensfreude und fangen die Atmosphäre kongenial ein, sagt Pianist Jan Luley, selbst Fotograf mit Schwerpunkt Jazz- und Konzertfotografie. „Jim Marshall war ein Mann des Moments.“ Der Fotograf habe nicht inszeniert, sondern beobachtet – um dann im richtigen Moment auf den Auslöser seiner Kamera zu drücken. Luley: „In seinen Fotos gibt es viel zu hören.“ Das Jan-Luley-Quintett gestaltete die Vernissage im Stadthallen-Forum mit Musik von Jazz-Größen wie Duke Ellington und John Coltrane.

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