Gestaffelte Fristen für die Prüfungen
Die Abwasserleitungen vom Haus müssen überprüft werden.

Die Gütersloher Verwaltung hat unterdessen ihr Konzept für eine gestaffelte Fristverlängerung bis 2023 jetzt an die Bezirksregierung weitergeleitet.

Auf 50 Millionen Euro beziffert Ludger Kaup, Vorsitzender des Maklervereins, die Kosten im Kreis Gütersloh nur für die Überprüfung der Dichtigkeit bei rund 100 000 Häusern. Bei einem Schaden könne die Sanierung schnell 5000 bis 10 000 Euro kosten. Kaup: „Nach Auffassung des Maklervereins wäre es sinnvoller, die Investitionen für die energetische Optimierung der Immobilien auszugeben.“ Das Grundwasser im Kreis Gütersloh sei in Ordnung. Die Kommunen sollten das Land auffordern, den Vollzug des Gesetzes bis zu einer bundeseinheitlichen Regelung auszusetzen.

In Gütersloh werden die Prüfungen Thema im nächsten Planungsausschuss am Donnerstag, 12. Mai (17 Uhr), sein. In einem Sachstandsbericht informiert die Verwaltung, dass sie der Bezirksregierung ein Konzept mit der gebietsbezogenen Staffelung der Untersuchungen von 2013 bis 2023 zugeleitet habe. Ausgenommen sind Häuser in den Wasserschutzgebieten Rhedaer Forst, Spexard und Isselhorst, für die im September 2010 bereits verkürzte Fristen beschlossen worden waren. Alles in allem seien bisher 49 Objekte überprüft worden. In sieben Fällen seien die Leitungen undicht gewesen, heißt es in dem Bericht.

Die BfGT haben mit einer Bürgerversammlung am 8. April eine Unterschriftenaktion gegen die Prüfungen gestartet und nach Angaben von Nobby Morkes schon mehr als 1400 Unterschriften gesammelt. Ähnliche Initiativen gibt es in anderen Städten Ostwestfalens.

Der SPD Kreisverband hat sich nach seiner jüngsten Vorstandssitzung wie die SPD-Ratsfraktion für eine Fristverlängerung ausgesprochen. Die Städte und Gemeinden sollten möglichst bald entsprechende Satzungen verabschieden. Eine Option sei auch die Überprüfung der öffentlichen sowie der privaten Kanäle durch die Kommunen bei einem finanziellen Ausgleich. Grundsätzlich werden die Prüfungen aber als notwendig erachtet. Der Vorsitzende Hans Feuß: „Wenn an meinem Haus etwas kaputt ist, sollte es repariert werden. Wenn das der Abwasserkanal ist, gilt das selbstverständlich auch.“

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