Gestohlenes Pferd an Unterkunft gefunden
Bild: Scheffler
Zurück auf der Weide: Karin Hülsmann und ihre Tochter Lisa sind immer noch entsetzt darüber, was Wasko widerfahren ist.
Bild: Scheffler

Und zur Flüchtlingsunterkunft am Fuchsweg in Avenwedde geritten. Dort wurde das Tier angebunden im Garten entdeckt. Der Sicherheitsdienst der städtischen Unterkunft informierte die Polizei, und so konnte Wasko relativ rasch von seiner Besitzerin, der 27-jährigen Lisa Hülsmann, zurückgeholt werden. „Es war ein Alptraum“, sagt ihre Mutter Karin Hülsmann – wie ihre Tochter ebenfalls dem Pferdesport verbunden.

Der Alptraum begann, als Hofleiter Peter Westerfelhaus am Samstagmorgen gegen 7 Uhr entdeckte, dass Wasko nicht in seiner Box stand. Er habe schon gedacht, Krankheit und Alter hätten den Braunen hinweggerafft und das Pferd liege am Boden, erzählt Westerfelhaus. Doch die rote Nachtdecke des Wallachs lag nebenan im Stroh – der Braune war verschwunden. Hinterher stellte der Hofbetreiber fest, dass die Überwachungskameras gegen 4.30 Uhr ausgelöst hatten. Doch zu sehen sei nichts gewesen.

Offenbar hatte der Entführer mit dem größten Pferd des Stalls – Stockmaß 1,80 Meter – das Gelände im hinteren Teil verlassen. Einen Sattel trug Wasko nicht, und als Halfter habe der Dieb ein kaum passendes der Stallgefährtin Josie mitgenommen. „Wir haben gedacht, wir sehen ihn nicht mehr wieder“, beschreibt Lisa Hülsmann ihre Not. Doch ihr Aufruf über Facebook zeigte eine Reaktion: Jemand hatte Wasko mit einem Reiter am Rewe-Markt gesehen.

Und hinterher konnte die Route des entführten Tiers mit Hilfe mehrerer Pferdeäpfel nachverfolgt werden. Sie führte zur Flüchtlingsunterkunft am Fuchsweg. „Es ist unglaublich, dass das Pferd in diesem Zustand vier Kilometer zurückgelegt hat“, gibt Karin Hülsmann zu bedenken, dass der Wallach im Jahr 2016 zum letzten Mal an einem Springturnier teilgenommen hat und jetzt wegen der Arthrose („Noch am Freitagmorgen war der Tierarzt da“) nur noch auf der Weide steht.

„Das ist brandgefährlich, was da passieren kann“, sagt Peter Westerfelhaus. „Hätte der Dieb eins von zehn anderen Pferden im Stall genommen, wäre er nicht mal bis zur nächsten Eiche gekommen, sondern abgeworfen worden.“ Die Polizei ermittelt weiter.

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