Gewerkschaften bekennen sich zu Europa
Bild: Bitter
Startklar zur Maikundgebung am Dreiecksplatz: (v. l.) DGB-Kreisverbandsvorsitzender Hans-Werner Heißmann-Gladow, Ursula Meschede (IG Metall Gütersloh-Oelde), Anke Unger (Pressesprecherin DGB-Bezirk), Andreas Oenning (Verdi Bielefeld/Paderborn), die Moderatorin am 1. Mai Christiane Gerner (Halle) und Heinrich Echterdiek (IG Bau Ostwestfalen-Lippe).
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Nach Grußworten von Bürgermeister Henning Schulz (CDU) diskutieren auf dem Podium: Ursula Meschede (IG Metall Gütersloh-Oelde), Heinrich Echterdiek (IG Bau Ostwestfalen-Lippe) und Andreas Oenning (Verdi-Bezirk Bielefeld-Paderborn). Für das Kulturprogramm sorgen die Band Blue Alley und das Spielmobil der Falken.

Heißmann-Gladow sieht die Gewerkschaften vielfältig aufgestellt mit dem einen Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Daraus ergebe sich eine klare Abgrenzung zur AfD. Was die Deutschen an Grundrechten hätten, müsse für alle Menschen im Land gelten, betonte er in einem Pressegespräch. Eine AfD-Forderung, den Euro abzuschaffen, würde nachteilige Folgen für den Arbeitsmarkt haben, erläutert der DGB-Kreisvorsitzende. Seine Forderung: „Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger, und haben den Auftrag, das mit unseren Mitgliedern zu diskutieren.“

Klassische gewerkschaftliche Forderungen lauten: allgemeine Verbindlichkeit von Tarifverträgen für alle Arbeitgeber und mehr Mitbestimmung für Arbeitnehmer. Heißmann-Gladow, der gerade von der Hannover-Messe zurückgekehrt war: „Industrie 4.0 (Digitalisierung) braucht Mitbestimmung 4.0. Die Belegschaften müssen ohne Angst Betriebsräte wählen können.“ Mit der sogenannten sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen müsse endgültig Schluss sein, weil sonst vor allem jungen Leuten jede Perspektive fehle, erklärte der Gewerkschafter. Ein Mindestlohn von 8,84 Euro sichere kein Auskommen im Alter. Für die auskömmliche Rente sei mindestens ein Einkommen nötig, das sich an den Tarifvertrag halte.

Heißmann-Gladow fügt hinzu: „Wir wollen auch eine vernünftige Vermögenssteuer, damit sich Reiche an den sozialen Kosten beteiligen.“ Anke Unger, Sprecherin des DGB in OWL aus Gütersloh: „Die Maikundgebung bleibt uns wichtig, um zu sagen, was wir bewegen konnten. Mit sechs Millionen Mitgliedern im DGB sind wir die größte politische Vereinigung im Land.“

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