Großhandel für Autoteile bezieht Neubau
44 000 Fahrzeugteile von der Wasserpumpe bis zum Auspuff hat Helmut Sudan, Leiter des neuen Verkaufshauses in Gütersloh, an der Verler Straße auf Lager.  Bild: Dinkels

Mit dem Neubau hat sich das Bild an der Verler Straße weiter gewandelt. Man sei schon seit 2009 auf der Suche gewesen und mit dem Moralt-Gelände fündig geworden, sagte Helmut Sudan (56), Leiter des Verkaufshauses, der „Glocke“.

Im Zuge des Zusammenschlusses der Firmen Wessels und Müller 2001 war in Hamm ein Standort dazugekommen, weshalb sich die Investition in einen Neubau in Oelde nicht gelohnt hätte. Deshalb die Entscheidung für Gütersloh.

Das Gebäude bietet auf 2800 Quadratmetern Platz für das Lager, Büro- und Sozialräume, Schulungsräume und eine -werkstatt sowie Arbeitsplätze für den Telefonverkauf. 6000 Quadratmeter Lagerfläche auf drei Ebenen bedeuten eine Vergrößerung gegenüber Oelde. Anstelle von 32 500 können nun laut Sudan rund 44 000 Artikel für Autos und Lastwagen vorgehalten werden – von der Wasserpumpe über den Auspuff bis hin zu Verschleißteilen.

48 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz an der Verler Straße. Das Unternehmen will wachsen und Arbeitsplätze schaffen.

Zum Kundenstamm zählen freie Autowerkstätten, vertragsgebundene Autohändler, Speditionen sowie die Industrie und Autolackierer. Das Einzugsgebiet reicht von Warendorf über Oelde und Beckum bis Lippstadt und Verl. Neu erschießen will Sudan den Nordkreis mit Steinhagen und Borgholzhausen sowie Bielefeld-Brackwede.

Das Unternehmen mit Sitz in Osnabrück verfügt deutschlandweit über etwa 90 Standorte und verzeichnete 2011 einen Umsatz von rund 700 Millionen Euro. Mit der Übernahme von ZF Trading Austria gehören seit Jahresanfang vier Standorte in Österreich zur Gruppe. Die nächstgelegenen Häuser sind Bünde und Paderborn.

In Friedrichsdorf ist schon seit 1960 mit dem Fahrzeugteile-Vertrieb Paul Reckersdrees ein starker Wettbewerber ansässig.

In Spexard will Sudan schnell heimisch werden. Auf der Gewerbeschau 2011 war Wessels und Müller schon vertreten. Der Umzug wurde vorige Woche mit drei Sattelschleppern im Pendelverkehr bewerkstelligt.

Von der früheren Industriebrache nutzt der Großhändler 10 000 Quadratmeter. 6000 Quadratmeter wurden für den Bau einer Dekra-Station veräußert. Dort wird gebaut.

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