Günter Bastubbe ist König der St. Sebastianer
Dünhölter
Jubelten nach dem Königsschuss: Günter Bastubbe, neuer Regent der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Avenwedde, mit seiner Königin Rita Tabbert.
Dünhölter

Zu seiner Kaiserin erwählte sich der Angestellte im Technischen Dienst bei Mohn Media Rita Tabbert. Die 62-Jährige durfte die Avenwedder Schützen bereits 1985/86 an der Seite von Josef Altenkord regieren. Nachdem Günter Bastubbe den Vogel zuvor fein säuberlich zerlegt hatte, erfüllte sich mit dem letzten Zipfelschuss für den neuen Regenten ein lange gehegter Wunsch. „Man hat heute wohl gesehen, dass ich den Vogel schießen wollte. Ich bin seit vier Jahren Brudermeister, seit 1975 im Verein. Nach fast 40 Jahren wurde es einfach mal Zeit. Man sagt zwar, dass die schönsten Königsjahre im Alter zwischen 40 und 50 sind, trotzdem bin ich mir sicher, dass wir ein tolles Jahr erleben werden“, sagte er. Wie vortrefflich der Brudermeister mit der Waffe umgehen kann, hatte er zuvor schon beim Flügelschießen bewiesen. Außer dem zerfledderten Rumpf nahm der neue König mit dem 46. Schuss den zweiten Flügel mit. Insgesamt war der Wettkampf schnell vorbei. Schießmeister Matthias Kampe stellte unmittelbar nach dem goldenen Treffer fest: „Unter 100 Schuss sind wir noch nie geblieben.“

Frauen treten nicht an den Vogelstand

Ein bisschen war das auch der Umstellung der Waffen geschuldet. Die Insignien wurden wie in anderen Vereinen noch mit Sechs-Millimeter-Kleinkalibergewehren geschossen. Mit den Flügeln wurde auf eine doppelläufige 16-Millimeter-Waffe umgestellt. Dirk Schuchard holte mit dem 9. Schuss die Krone, Maria Schüttforth mit dem 27. den Apfel, Siegfried Machenschall mit dem 38. das Zepter. Nach der Umstellung auf die stärkere Waffe brauchte Stefan Sunder nur einen einzigen Schuss (39.) für den ersten Flügel. Auch die Damenabteilung hätte um die Königskrone schießen dürfen. Es trat jedoch keine der aktiven Frauen an. Vielleicht, weil es im Festzelt oder im Schatten vor den Getränkeständen an diesem Tag einfach angenehmer war. Einer alten Tradition folgend, wurde der Holzadler dank der großkalibrigen Gewehre so lange zerfleddert, bis wirklich nur noch ein kleiner Zipfel an der Stange hing. Dem kümmerlichen Rest machte Günter Bastubbe schließlich den Garaus.

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