Gütersloh: Pfleiderer vorerst gerettet
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Eine Sanierung des von der Pleite bedrohten Holzverarbeiters Pfleiderer, der auch zwei Werke in Gütersloh betreibt, ist jetzt in greifbare Nähe gerückt. 
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Die Aktionäre stimmten am späten Donnerstagabend bei einer außerordentlichen Hauptversammlung dem Sanierungskonzept zu, das praktisch eine Enteignung der Anteilseigner bedeutet. Demnach werden Banken und Hedgefonds künftig 80 Prozent des Unternehmenskapitals halten. Der Anteil der Aktionäre am Konzern wird dagegen auf 0,8 Prozent sinken.

400 Pfleiderer-Beschäftigte in Gütersloh

Mehrere Kleinanleger kündigten zwar Klagen gegen den Beschluss an. Pfleiderer-Vertreter zeigten sich allerdings zuversichtlich, dass diese vor Gericht wenig Chancen hätten. Das Unternehmen aus der Oberpfalz betreibt auch zwei Werke in Gütersloh mit rund 400 Beschäftigten. Laut dem Sanierungskonzept sollen die US-Sparte sowie die im Allgäu ansässige Tochter Thermopal verkauft werden.

Banken und Hedgefonds verzichten auf Forderungen

Die Verschuldung des Unternehmens beträgt derzeit das 20-fache des für 2011 erwarteten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Banken und Hedgefonds hatten im Vorfeld auf Forderungen in Höhe von 380 Millionen Euro verzichtet und weitere Kredite in Aussicht gestellt.

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