Gütersloh setzt Zeichen gegen Gewalt
Bilder: Reinkemeier
Ein klares „Nein“ gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gütersloh, Inge Trame, und Bürgermeister Henning Schulz freuten sich gestern über die Beteiligung der Gütersloherinnen an der Aktion „One Billion Rising“. 300 Frauen und Mädchen waren der Einladung gefolgt.
Bilder: Reinkemeier

„Sie wollen sich bewegen, um etwas zu bewegen. Ich bin stolz, dass Gütersloh dabei ist“, sagte Bürgermeister Henning Schulz in seiner Ansprache an die  Frauen und Mädchen. Auch in Gütersloh geben es Gewalt gegen das weibliche Geschlecht. Dagegen müsse etwas getan werden, fügte er an. Selbst teilnehmen konnte Schulz an dem Tanz indes nicht. „Ich tanze jetzt weiter in den nächsten Ausschuss“, sagte er.

Er verpasste den Auftritt der Teilnehmerinnen, die gleich dreimal den weltweit bekannten Tanz vorführten. Seit Januar hatten zahlreichen Mädchen und Frauen bei Sport und Ballett Neumann in Gütersloh die Choreographie eingeübt. Einige Gruppen bereicherten die Aktion mit ihren ausdrucksstarken Darbietungen zum Thema Gewalt gegen Frauen.

Aktion wurde 2012 in New York ins Leben gerufen

Sie beteiligten sich somit an der weltweiten Kampagne, die die Künstlerin und Feministin Eve Ensler aus New York 2012 ins Leben gerufen hatte. Die eine Milliarde im Titel steht dabei für die statistische Anzahl an Frauen, die mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt geworden sind. Die Aktion findet jährlich am 14. Februar statt.

Erstmals hatte sich die Stadt Gütersloh beteiligt. Die Gleichstellungsbeauftragte Inge Trampe und ihre Kollegin Agnes Bröckling-Kuron hatten sich um die Organisation der Protestveranstaltung gekümmert. Dass letztlich so viele Gütersloherinnen ihrem Ruf folgen würden, damit hatten die beiden aber nicht gerechnet. „Toll, dass so viele Mädchen und Frauen heute ein Zeichen setzen“, sagte Agnes Bröckling-Kuron.

SOCIAL BOOKMARKS