Gütersloher Cowboy bei den Ruhrfestspielen
Bild: Oesterhelweg
Reiten gen Westen: (v. l.) Christine Diensberg, Fabian Baumgarten, Svavar Knútur und Lucie Mackert spielen in der nächsten Eigenproduktion des Theaters Gütersloh „Der letzte Cowboy“, die bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen Premiere hat.
Bild: Oesterhelweg

 Zwei weitere Vorstellungen in der Recklinghäuser Halle König Ludwig 1 ½  sind für den 22. und 23. Mai geplant. Die Gütersloh-Premiere des Stücks erfolgt zur nächsten Spielzeiteröffnung im September 2016.

Inspiriert ist die musikalische Tragikomödie durch die zwei titelgebenden Songs „Solitary Man“ von Neil Diamond/Johnny Cash, sowie „Der letzte Cowboy“ von Bernhard Lassahn und Bestseller-Autor Thommie Bayer („Das Herz ist eine miese Gegend“), der die Produktion auch dramaturgisch begleitet. Bayer, der mit dem Song 1979 einen veritablen Hit landen konnte, wohnt nur zwei Straßen von Christian Schäfers Elternhaus in Staufen im Breisgau entfernt.

Für Güterslohs Theaterchef lag die Idee für ein Stück, das sich mit dem Kult-Song befasst, somit nahe. Zumal es jeder in der Dalkestädter kennen dürfte: Wird man nach seinem Wohnort gefragt und es fällt das Wort „Gütersloh“, stimmen die Menschen Land auf Land ab das Lied vom letzten Cowboy an. Schäfer nahm Kontakt mit Bayer auf, der von der Idee sofort begeistert war und die Entstehung des Stücks seitdem begleitet. Unter seinem Pseudonym Fink Kleidheu erfand der Theaterchef die fiktive Lebensgeschichte des Gütersloher Cowboys Joachim Ostenkötter, nicht ohne dabei seine Erfahrungen aus zweieinhalb Jahren Leben in Ostwestfalen mit einfließen zu lassen.

Wie bei der Uraufführung von Kleidheus letztem Stück „Island One Way“, das 2014 in Recklinghausen gefeiert wurde, gehören Christine Diensberg, Fabian Baumgarten und der isländische Musiker Svavar Knútur wieder zum Ensemble. Hinzu kommt Lucie Mackert, die in Gütersloh in der aktuellen Eigenproduktion „Die Schildbürger“ zu sehen ist. Die Ausstattung übernehmen erneut Julia Ströder (Kostüme) und Jörg Zysik (Bühne).

 Nach dem erfolgreichen Debüt vor zwei Jahren, freut sich Schäfer, dass die Zusammenarbeit mit dem renommierten und über die Landesgrenzen hinaus bekannten Festival in Recklinghausen fortgesetzt werden kann. „Eine weitere tolle Möglichkeit, um das Theater Gütersloh auf überregionalem Parkett zu präsentieren“, so Schäfer. Die Produktion wird unterstützt durch den Förderverein.

Weitere Informationen zu dem Stück lesen Sie in der „Glocke“ vom 20. Januar.

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