Gütersloher Frühling wird verlängert
Bild: Dinkels
Seit 2006 führt Jan-Erik Weinekötter die Geschäfte der Gütersloh Marketing GmbH, die seit 2016 eine hundertprozentige Tochter der Stadt ist: „Ich sehe mich als Dienstleister der Stadt.“
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Eine interessante Nachricht vorweg: Der Gütersloher Frühling dauert in diesem Jahr gut zwei Wochen länger, und zwar bis Sonntag, 17. Mai. Das ist der Tag nach der Langenachtderkunst und der Eröffnung des Konrad-Adenauer-Platzes, zu der Landesbauministerin Ina Scharrenbach (CDU) erwartet wird. Trotz Baustelle nebenan.

Perspektivisch kann sich Weinekötter sogar eine Verlängerung des Frühlings und der Parklandschaft auf dem Berliner Platz um bis zu vier Wochen vorstellen – und das bei einer gesteigerten Qualität der Veranstaltung. Die Parkfläche könnte als Bühne dienen und häufiger bespielt werden. Der Einzugsbereich könnte bis zum Konrad-Adenauer- und dem Theodor-Heuss-Platz erweitert werden – mit mehr Blütenblättern und Dekorationen.

Möglich macht das auch die Aufstockung des Zuschusses für die GTM, eine Tochter der Stadt. Ohne diese wäre das Frühlingsfest in diesem Jahr laut Weinekötter wegen einer Unterfinanzierung gar ernsthaft gefährdet gewesen. Die Werbemittel wie die Fahnen seien verschlissen, ein neues Design brauche es auch.

Aber von vorn: 2018 hatte der Geschäftsführer aus dem Beirat den Auftrag erhalten, sich noch intensiver mit der Innenstadt zu beschäftigen und darzulegen, was man tun könne, um sie zu beleben. Das 2019 vorgestellte Ergebnis fand die Politik mehrheitlich so überzeugend, dass der Zuschuss für 2020 im November um 430.309 auf 881.009 Euro erhöht wurde („Die Glocke“ berichtete).

„Eigentlich hätte das schon in drei Schritten ab 2018 geschehen müssen“, sagt Weinekötter. Bis 2017 war der Zuschuss auf 349.000 gedeckelt und danach zweimal angehoben worden. „Die GTM hat sich über Jahre entwickelt und neue Aufgaben übernommen. Wir haben nie das Budget überschritten.“ Eine weitere Entwicklung wäre nicht möglich gewesen.

Außer einem erweiterten Veranstaltungsmanagement mit verbesserten und neuen Formaten will sich Weinekötter künftig verstärkt einem aktiven City-Management widmen und das Online-Marketing ausbauen. Für 2022 plant er etwa, die Leseveranstaltung Criminale, die 2020 in Hannover stattfindet, nach Gütersloh zu holen.

Ein Aspekt des City-Managements ist der Umgang mit leerstehenden Ladenlokalen. „Es wird immer wieder temporäre Leerstände geben. Es kann gut oder hässlich aussehen. Man muss Zwischennutzungen finden“, sagt Weinekötter und nennt Beispiele: zeitlich befristete Pop-up-Stores, Ausstellungen, Kinderbetreuung als Überraschung, sogenannte Retail-Labs und Coworking-Räume. „Es geht nicht darum, den Job der Makler zu machen. Es geht darum, mit ihnen zusammenzuarbeiten.“ Dazu gebe es diese Woche bereits ein Treffen, berichtet der Geschäftsführer.

Mehr lesen Sie am Dienstag im Gütersloher Lokalteil der „Glocke“.

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