Gütersloher „Picturebooks“ rocken die USA
Bild: Pieper
„The Picturebooks“ in ihrer Garage, die auch schon mal zum Aufnahmestudio mutiert: Philipp Mirtschink (links) und Fynn Grabke.
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Fynn Grabke und Philipp „Maddin“ Mirtschink sind noch etwas Jetlag-geplagt, aber total begeistert. Im Gespräch mit der „Glocke“ schildern sie ihre Eindrücke und weiteren Pläne.

Natürlich kennen die beiden Gütersloher „Ami-Land“ von früheren Besuchen. Oft genug waren sie als Skater schon mit Papa Claus Grabke in Kalifornien: „In Huntington Beach ist er ein Star, wird ständig erkannt und um Autogramme angegangen“, sagt Fynn nicht ohne Stolz. Schließlich ist der gelernte Tontechniker Claus früherer, 19-facher deutscher Skateboard-Meister, zudem Sänger und Bassist (Eight Dayz, Alternative Allstars) gewesen. Er ist Berater und Filmemacher, Promoter und Freund, ein allumfassend sorgender Manager. Ein Fulltime-Job, den er nach eigenem Bekunden nur zu gern erledigt – wenn er mal nicht gerade an diversen Motorrädern schraubt, mit Fynn und „Maddin“ über neuen Songs brütet oder mit anderen Musikern im hauseigenen Studio ackert.

Keine Frage, Musik ist ihr Lebenselixier, ureigenstes Öl im kreativen Getriebe.

Die „Picturebooks“ sind absolut autark und wollen es auch bleiben. Auch wenn sie manchmal nicht wissen, was sie wollen: „Wir wissen aber ganz genau, was wir nicht wollen“, betonen Fynn und Philipp. Zum Beispiel die deutsche Version von irgendwas oder -wem sein.

 Ein Leben als Musiker funktioniert nur mit viel Disziplin und hoher Risikobereitschaft. Das wissen beide. Da muss man sich blind aufeinander verlassen können. Was sie auch tun. Hochtrabende Träume hat keiner von ihnen. Sie wollen nur gute Musik machen. Geradeheraus, einfach authentisch. Rocker westfälisch-bodenständiger Provenienz.

Seit ihrer Gründung hat sich viel bei ihnen verändert. Angetreten als Independent- und Alternative-Musiker, ist ihr Sound erdiger, bluesiger geworden. Es fließt ein, was sie hören und mögen – psychedelische oder Native-Indians-Klänge inklusive. Wo sie in zehn Jahren stehen wollen? „Keine Ahnung“, sagt Fynn und Philipp zuckt mit den Schultern. „Wir wissen ja nicht mal, was morgen sein wird. Wir leben im Jetzt.“ Und dann wummert ihr „Your Kisses Burn Like Fire“ aus dem Lautsprecher, während die „Picturebooks“ im Video in der Wüste von Nevada mächtig abrocken.

Das komplette Interview, geführt von „Glocke“-Mitarbeiterin Irina Pieper, lesen Sie in der Gütersloher Wochenendausgabe  vom 16./17.  November

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