Gütersloher aus Haft auf Bali entlassen
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17 Monate lang saß ein heute 22-jähriger Mann aus Gütersloh auf der indonesischen Insel Bali nach einer tödlichen Schlägerei im Gefängnis. Nun ist der Gütersloher in seine Heimat zurückgekehrt.
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Überglücklich ist der heute 22-jährige Giuliano L. in seine Heimat Gütersloh zurückgekehrt. Hinter ihm liegt eine harte Zeit, die er vermutlich so schnell nicht vergessen wird. Denn in den 17 Monaten Haft soll er viel erlebt haben: von Drogenhandel über Schlägereien bis hin zur dramatischen Hygienezuständen im Gefängnis.

Schlägerei vor einer Diskothek mit tödlichem Ende

Nach 17 Monate, also einen Monat früher als vom Gericht vorgesehen, durfte der junge Gütersloher nun das Gefängnis auf Bali verlassen. Sein Vater (50), ein bekannter heimischer Schausteller, hatte ihm stets zur Seite gestanden. Jetzt konnte er seinen Sohn erstmals wieder auf deutschem Boden in die Arme schließen.

Rückblick: Im März 2017 soll der damals 21-Jährige in einer Diskothek mit einem 49-jährigen Chinesen in Streit geraten sein. Vor dem Gebäude kam es dann zu einer Schlägerei, die vom Chinesen ausging. Aus Notwehr schlug der Gütersloher seinem Kontrahenten ins Gesicht. Dieser stürzte unglücklich auf den Kopf, starb später im Krankenhaus an Gehirnblutungen.

Obwohl die Notwehrsituation durch Zeugen belegt werden konnte, wurde der Deutsche im September 2017 zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt. Rund eineinhalb Jahre saß er damit nun auf den indonesischen Insel hinter Gittern. Auch das Auswärtige Amt konnte der Familie und dem Verurteilten nicht helfen. Nun ist aber keine Hilfe mehr nötig - denn jetzt ist der 22-Jährige zurück in Gütersloh.

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