Gütersloher halten sich meist an Maskenpflicht
Foto: Bojak
Auch an den Marktständen auf dem Berliner Platz halten sich Verkäufer und Käufer an die Maskenpflicht.
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Die Gütersloher seien jedoch in der Regel vernünftig, sagt Thomas Habig, Leiter des städtischen Fachbereichs Ordnung. Seit Wochen liegen die Zahlen der Coronavirus-Infektionen durchschnittlich auf einem relativ niedrigen Stand. Seit einigen Tagen verzeichnet das Robert-Koch-Institut jedoch wieder steigende Fallzahlen.

Mund-Nasen-Schutz auch im Freien

Der Kreis Gütersloh musste bereits einen zweiten Lockdown überstehen. Vielleicht sind die Gütersloher deshalb besonders vorsichtig. Beim Test-Bummel durch die Stadt sieht es zumindest so aus, als hätten die meisten verstanden, dass Masken tragen und Abstand halten immer noch unerlässlich sind. Im Lebensmittelmarkt drängelt niemand oder quetscht sich vorbei. Auch auf dem Markt – im Freien – tragen Kunden und Verkäufer Masken.

Kontrollen auch in den Abendstunden

„Der Großteil der Gütersloher hält sich an Masken- und Abstandspflicht“, sagt Thomas Habig. Sein Team kontrolliert regelmäßig, ob die Vorgaben eingehalten werden. „Stichpunktartig“, wie Habig betont. Sieben Einsatzkräfte sind unterwegs, zeitweise in drei Schichten, auch in den Abendstunden. „In der vergangenen Woche haben wir zum Beispiel Friseurgeschäfte und Barber-Shops überprüft.“ Dabei seien auch Missstände aufgefallen. In einem Betrieb habe der Friseur die Nase nicht mit dem Schutz bedeckt, ein Kunde habe gar keine Maske getragen. „In solchen Fällen werden Bußgeldverfahren eingeleitet“, erläutert Habig.

Verstoß kostet 400 Euro

Auch in Einkaufsmärkten sind die Mitarbeiter des Fachbereichs Ordnung unterwegs, um zu prüfen, ob alle Regeln eingehalten werden. „Wer in Geschäften keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, wird von uns angesprochen“, so Habig. Dann komme es auf die Reaktion an: Wer vergessen hat, die Maske überzustreifen, darf davon ausgehen, mit einer Ermahnung davonzukommen. „Zeigt sich jemand uneinsichtig, leiten wir ein Bußgeldverfahren ein.“ Dann sind 400 Euro fällig.

Anonymer Hinweis

Immer wieder weisen auch Bürger auf Verstöße hin. Vor Kurzem ist zum wiederholten Mal ein anonymer Brief, der der Redaktion vorliegt, ans Ordnungsamt und an die Ratsfraktionen verschickt worden. Darin wird erklärt, vor allem in Gastronomiebetrieben würden Hygiene- und Abstandsregeln missachtet. Thomas Habig kann das nicht bestätigen. „Im Großen und Ganzen wird die Maskenpflicht beachtet. Auch die Kontaktlisten wurden uns vorgelegt“, sagt er. Die meisten Bürger reagierten übrigens gelassen auf Kontrollen. „Die Menschen nehmen das offenbar lieber hin, als einen weiteren Lockdown zu riskieren.“

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