Hagedorn baut Wertstoffzentrum aus
Den Antragsunterlagen liegt auch eine Kurzfassung mit einer Übersicht bei.

Nach den Antragsunterlagen, die bis zum 18. April auch bei der Bauordnung im Gütersloher Rathaus einzusehen sind, ist der Neubau einer Halle zur Zwischenlagerung und Behandlung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen geplant. Mit dem Antrag für die neue Halle geht eine Mengenausweitung einher.

Statt bisher 1250 sollen künftig 11 250 Tonnen gefährliche Abfälle pro Jahr im Hallenbereich zwischengelagert werden dürfen. Die Behandlungskapazität soll von 50 000 auf 125 000 Tonnen steigen. Bei als nicht gefährlich eingestuften Abfällen soll die Zwischenlagerung von 10 000 auf 20 000 Tonnen verdoppelt werden, die Behandlungskapazität von 50 000 auf 100 000 Tonnen.

In dem 2006 für rund drei Millionen Euro in Betrieb genommenen Wertstoffzentrum werden vor allem Bauschutt sowie Gleisschotter der Deutschen Bahn behandelt. Zum Schutz vor Staubbelastungen bei der offenen Haldenlagerung und der Zerkleinerung sind auf dem Betriebsgelände als vorbildlich geltende Berieselungsanlagen installiert worden. Die bestehende Genehmigung umfasst die Behandlung von insgesamt rund 300 000 Tonnen pro Jahr. Betriebszeiten sind Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr, Samstag von 6 bis 17 Uhr.

Gefährliche Abfälle sollen künftig nur noch in der neuen Halle gelagert und mittels Siebanlage und Baggersortierung aufbereitet werden. Vorgesehen ist eine moderne Nebelanlage, um Staubemissionen zu minimieren. In einer Kurzfassung der insgesamt einen dicken Ordner umfassenden Antragsunterlagen heißt es, die bereits genehmigte immissionsschutzrechtliche Situation werde sich nicht ändern. Schädliche Umweltauswirkungen, die Gefahren oder Belästigungen von Nachbarn bewirkten, lägen nicht vor. Geruchsbelästigungen seien zu vernachlässigen.

Die Zahl der Lastwagenfahrten wird sich hingegen mit der Kapazitätserhöhung von heute etwa 131 pro Tag auf künftig rund 200 erhöhen. Die neue Halle entlang der Grenze des von der Stadt erworbenen Grundstücks kann auch der Abschirmung von den Nachbarbetrieben dienen. Von der Geschäfts- und Betriebsleitung war am Dienstag wie schon in der vorigen Woche keine Stellungnahme zu erhalten. Die Einwendungsfrist endet am 2. Mai.

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