Halter muss seine Huskys abgeben
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Huskys, die gern für schlittenrennen eingesetzt werden, benötigen viel Bewegung und eine artgerechte Haltung.
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Die nach den Vorfällen vor zwei Wochen bereits angedrohte Wegnahme, falls Sicherungsmaßnahmen nicht eingehalten würden, sei am Montag ohne besondere Vorkommnisse abgelaufen, sagte gestern Thomas Habig, Leiter des Fachbereichs Ordnung, der „Glocke“. Eine tierärztliche Untersuchung der neun Vierbeiner sei noch nicht erfolgt.

Zwei Huskys seien ins Gütersloher Tierheim gebracht worden und fünf in eine private Hundepension. Die restlichen der neun Polarhunde würden von einem Züchter aus dem Bereich Bodensee abgeholt. „Der Halter bekommt die Tiere nach dem derzeitigen Stand der Dinge nicht zurück“, stellte Habig klar.

Wie die zwei Huskys am Freitag vom eingezäunten Isselhorster Grundstück ausbrechen konnten, vermochte Habig nicht zu sagen, zumal der Zaun hoch und nach innen eingewinkelt sei. Zeugen hätten geschildert, dass die Hunde Rehwild gehetzt hätten. Inzwischen nicht mehr zugängliche Bilder im Internet zeigen, wie eins der Tiere den meterhohen Zaun überwindet. Auf einem anderen Bild ist zu sehen, wie offenbar ein Husky versucht hat, sich unter dem Zaun durchzubuddeln.

Wie Polizeisprecher Karl-Heinz Stehrenberg auf Nachfrage der „Glocke“ sagte, habe am Freitag eine Nachbarin des Hundehalters die Dienststelle angerufen und von den entlaufenden Hunden berichtet. Daraufhin seien zwei Beamte zum Haverkamp gefahren und hätten zusammen mit Anwohnern die zwei Huskys eingefangen und dem Besitzer übergeben. Die Tiere hätten keinen Maulkorb getragen. Die Polizei habe einen Bericht für den Fachbereich Ordnung angefertigt.

Volker Böger fordert als Rechtsanwalt der verletzten Frau, die in einem Krankenhaus behandelt werden musste, Schadenersatz für den getöteten Mischlingshund und Schmerzensgeld für seine Mandantin.

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