Historischer Moment zwischen Helikoptern
Bild: Scheffler
Brigadegeneral Neal Sexton (rechts) übergab den Afghanistan-Rückkehrern die Medaillen.
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Die Verantwortlichen hatten denn auch für einen besonders würdigen Rahmen gesorgt.Musikalisch begleitet vom Orchester des Fallschirmjäger-Regiments aus Großbritannien marschierten die Soldaten des in Gütersloh stationierten Heeresfliegerregiments, 661. Staffel, in den Hangar ein. Dort positionierten sie sich zwischen zwei Helikoptern: rechts der ihnen wohlvertraute vom Typ Lynx, mit dem sie den viermonatigen Afghanistan-Einsatz bestritten hatten. Links der neue Wildcat: Der Hubschrauber war extra zur Ehrung von England nach Gütersloh geflogen worden. Am morgigen Mittwoch wird er zurückkehren, während die in Gütersloh verbliebenen drei Lynx am Freitag nach England aufbrechen und damit eine Ära beenden.

In den kommenden Monaten und Jahren sollen die Piloten des Regiments etappenweise auf der Insel für den Flugbetrieb mit dem Wildcat ausgebildet werden. Das gesamte Regiment wird 2015/2016 nach Yeovilton in Großbritannien verlegt. Jetzt aber durften die Soldaten vom ebenfalls eingeflogenen Brigadegeneral Neal Sexton die silbernen „Operational Service Medals“ entgegennehmen – mit einer persönlichen Gravur und dem Bildnis der Queen. Jedem Einzelnen übergab der General den Orden, bedankte sich für den Einsatz und wechselte mit den Geehrten etliche Worte.

Mini-Orden für die Kinder

Die Unterstützung in den Familien hob Sexton besonders hervor. Deshalb erhielten auch rund 25 Kinder der Soldaten etwas Glänzendes angesteckt: den „Mini-Heroes-Orden“. Damit sollte die Leistung der Mädchen und Jungen anerkannt werden, die herausfordernde Zeit daheim in Gütersloh mit ihren Familien gut gemeistert zu haben. Im Vorfeld waren bereits 24 Mechaniker von der Bodencrew ausgezeichnet worden – einige von ihnen mit Spangen, wenn sie bereits mehrmals in Afghanistan eingesetzt waren.

 „Ja, es waren schon harte Arbeitsbedingungen“, sagte Samantha Rogan zu ihrer ersten Afghanistan-Mission. Stationiert waren die britischen Heeresflieger in der südafghanischen Provinz Helmand. Besonders die Hitze um 50 Grad Celsius und die 24-Stunden-Schichten hätten zu einer Dauermüdigkeit geführt, berichtete die 21-jährige Mechanikerin aus Essex bei London. Jetzt aber heißt es ausspannen. Die geehrten Soldaten dürfen sich auf einen dreiwöchigen Urlaub freuen.

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