Hochamt zu Beginn des Jubiläumsjahr in Herz Jesu
Bild: Borgelt
Das Festhochamt zum 100. Weihetag der Herz-Jesu Kirche zelebrierten (v. l.) Pfarrer Elmar Quante, Monsignore Andreas Kurte, Pastor Dr. Marian Otap und Pfarrer Markus Korsus.
Bild: Borgelt

Am 10. Mai 1914, am Samstag vor genau hundert Jahren, weihte Dechant Huckestein die katholische Kirche ein. Sie war damals noch eine Kapelle und vermutlich eine der letzten Kirchen, die vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges geweiht wurden. Das Paderborner Generalvikariat stand den Bauplänen wohlwollend gegenüber. Der „Kapellen-Bau- und Unterhaltungsverein zu Avenwedde“ wurde gegründet. Ein Jahr später waren genug Spenden eingegangen. Das Grundstück war vorhanden: Familie Hauertmann hatte es zweckgebunden gestiftet. So konnte 1913 der Grundstein gelegt und ein Jahr später die Kapelle eingeweiht werden. Noch heute ist der Ausdruck „Kapellendorf“ ein Begriff für das Siedlungsgebiet im Umkreis der Kirche.

Vortrag über die Kirchengeschichte

Die Zahl der Gemeindemitglieder wuchs permanent. 1953 konnte das Gotteshaus erweitert, das Kirchenschiff um 180 Grad gedreht und etwa doppelt so groß wie vorher gebaut werden. 1955 wurde Avenwedde zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Der separat stehende Kirchturm, 55 Meter hoch, entstand zum 50. Kirchenjubiläum. Zu Weihnachten läuteten die Glocken das erste Mal. Ein Kurzvortrag über die historische Entwicklung der Gemeinde von Ursula Bongartz (Kirchenvorstand) leitete den Reigen der Festreden ein.

Glückwünsche von Politik, Verwaltung und Vereinen

Glückwünsche und Grußworte überbrachten die stellvertretende Landrätin Elke Hardieck, Bürgermeisterin Maria Unger, Klaus Gierecker als Vorsitzender des Gesamtpfarrgemeinderats im Pastoralverbund Avenwedde-Friedrichsdorf sowie Dechant Josef Dieste und Renate Westerfelhaus im Namen der Vereine. Fahnenträger der Vereine und Organisationen begleiteten auch den Einzug und den Auszug aus der Kirche sowie das Festhochamt. Zelebranten waren Monsignore Andreas Kurte, die Pfarrer Elmar Quante und Markus Korsus sowie Pastor Dr. Marian Otap. In der Predigt ging der Paderborner Domkapitular Josef Dieste auch auf die heutige Situation der katholischen Kirche ein. Er sprach über die Notwendigkeit von großen pastoralen Räume. Zudem hob er das Christentum als ein Angebot unter vielen auf dem Marktplatz religiöser Angebote hervor. Organist war Christian Ortkrass, das Bläserensemble Brass Brothers und der Gütersloher Männerchor gestalteten den musikalischen Rahmen. Im Anschluss gab es Möglichkeiten der Begegnung im Don-Bosco-Haus.

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