Hochspannung im Stadtmuseum
Bild: Schäfer
Bringt die Neonröhre zum Leuchten: Ausstellungsmacher Tobias Deterding gestaltet am Sonntag zwei Mitmach-Führungen. Um 11.30 und 14.30 Uhr geht es jeweils los.
Bild: Schäfer

Ab Sonntag, 5. Juni, ist die Wanderausstellung an der Kökerstraße zu sehen. Und nicht nur das: Tatsächlich sind Besucher an verschiedenen Stationen aktiv aufgefordert, dem Wesen der Elektrizität auf den Grund zu gehen. Von leichten Stromschlägen an der Elektrisiermaschine bis hin zum schweißtreibenden Antrieb der Halogenlampen ist einiges dabei, was Spannung verspricht. Und dass theoretisches Wissen nicht unbedingt trocken daherkommen muss, beweisen sechs Schautafeln. „Im Prinzip wird versucht, die Entwicklung chronologisch nachzuvollziehen“, verweist Tobias Deterding auf das 18. Jahrhundert als Zeit der Elektrizität als Spektakel bis hin zur modernen Stromerzeugung und -verteilung. Garniert mit Bildern, die beispielsweise Benjamin Franklin als Erfinder des Blitzableiters, die weltweit erste elektrische Beleuchtung am Potsdamer Platz oder auch Werbeschilder zeigen, spannt sie den historischen Bogen zum Schauen und Anfassen.

Gegenüberstellung der Exponate

Optisch konkret wird es auch bei der Gegenüberstellung von älteren Elektrogeräten und ihren stromlosen Alternativen. Da findet sich schon mal ein Exponat wie ein elektrischer Stopfpilz. „Den soll Konrad Adenauer erfunden haben“, sagt Deterding. Abgerundet wird die Schau durch eine – natürlich elektronisch unterstützte – Wissensabfrage. Insbesondere Letzteres richtet sich nicht nur an Schüler, aber durchaus besonders, betont Westheider, der für die Unterstützung der interaktiven Ausstellung durch die Stadtwerke Gütersloh dankt. „Wir hoffen, damit ein Thema anbieten zu können, das für die Schulen relevant ist“, setzt er auf rege Nachfrage der Bildungsträger. Am Sonntag fällt die Eröffnung aus dem gewohnten Rahmen: Statt einer Einführung lädt Ausstellungsgestalter Tobias Deterding zu 11.30 und 14.30 Uhr ein, um die elektrischen Versuchsaufbauten selbst auszuprobieren. Familien sind als Premierengäste ebenso willkommen wie Einzelpersonen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

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