Hochzeitsmesse macht ein Jahr Pause
Bild: Bojak
Einmal aussetzen, will Veranstalter Nobby Morkes mit der Hochzeitsmesse in der Stadthalle. 2020 soll sie wieder stattfinden. Er habe seiner Frau versprochen, ihr Lebenswerk fortzusetzen, sagt er.
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„Zweimal innerhalb von drei Monaten eine Hochzeitsmesse für dasselbe Einzugsgebiet auszurichten lohnt sich nicht“, sagt Morkes. Einige Firmen, die sich am 13. und 14. Oktober auf der Messe in der Tanzschule Stüwe-Weissenberg präsentiert hatten, gehören auch zu den Ausstellern der etablierten Hochzeitsmesse in der Stadthalle. Das Risiko, im Januar nicht genügend attraktive Anbieter und Besucher in die Halle zu ziehen, sei zu hoch, sagt Morkes. Deshalb hat er bereits Anfang November den bei der Stadthalle reservierten Termin Ende Januar wieder freigegeben.

Keine Unterstützung von der Stadthalle

Er habe bei den Kultur-Räumen nachgefragt, ob sie eine Möglichkeit sähen, ihn als Veranstalter zu unterstützen, berichtet Morkes. Er hätte sich zum Beispiel vorstellen können, dass die Stadthalle verstärkt Werbung für die Hochzeitsmesse mache. Schließlich wolle sich die Stadthalle weiter als Messezentrum etablieren. Die Hochzeitsmesse gehöre seit mehr als 20 Jahren zu den Traditionsveranstaltungen in der Stadthalle. Er sei enttäuscht, dass sich bei den Kultur-Räumen offenbar niemand für die Fortführung einsetze.

Vermieter, nicht Veranstalter

„Es gibt für die Stadthalle eine Entgelt- und Nutzungsordnung“, erklärt Ralph Fritzsche, kaufmännischer Leiter der Kultur-Räume. Die Entgelte seien vom Kulturausschuss beschlossen worden. Das Konzept für die Stadthalle sehe vor, dass die Kultur-Räume hauptsächlich als Vermieter agierten, nicht als Veranstalter, erläutert Fritzsche.

Konkurrenz wird immer stärker

Initiiert hatte die Hochzeitsmesse die Fotografin Susanne Clemens im Jahr 1998 gemeinsam mit dem damaligen Stadthallenchef Johann Nusser. Die 2012 gestorbene Ehefrau von Nobby Morkes hatte zu besten Zeiten 60 bis 70 Aussteller rund um das Thema Hochzeit in Gütersloh versammelt. Morkes entschloss sich nach dem Tod seiner Frau, ihr Lebenswerk fortzusetzen. Nachdem der letzte Kooperationsvertrag, den Nusser noch mit Susanne Clemens vereinbart hatte, abgelaufen war, zogen sich die Kultur-Räume als Partner zurück. Bereits Anfang des Jahres hatte Morkes bei der jüngsten Auflage der Messe erklärt, die Konkurrenz werde immer größer. Zuletzt waren meist bis zu 2000 Besucher gekommen. Im nächsten Jahr soll die Hochzeitsmesse aber wieder stattfinden, betont Morkes. Im Januar beginne die Akquise für den Termin am 24. und 25. Januar 2020.

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