Hohe Passantenfrequenz in der City
Bild: Neitemeier
Stellten die Passantenfrequenzzählung für die Gütersloher City vor: (v. l.) Heike Winter, Jan-Erik Weinekötter, Dr. Thomas Schwarze, Rainer Venhaus und Jörg Beyer (Handelsverband OWL). Die Studie soll jährlich fortgeschrieben werden.
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Im Vergleich mit anderen Kommunen unter 100 000 Einwohnern belegt Gütersloh Platz zwei. „Gute Zahlen“ hatte Jan-Erik Weinekötter, Geschäftsführer von Gütersloh Marketing, erwartet. Die Werte, die die Passantenfrequenzzählung ergeben hat, haben ihn trotzdem „positiv überrascht“.

Auf dem Niveau von Paderborn

Ähnlich ging es Wirtschaftsförderer Rainer Venhaus und Heike Winter von Geno Immobilien. Die drei haben die Studie in Auftrag gegeben. „Ein Mosaikstein, der uns zur Beurteilung der City noch fehlte“, so Venhaus. Auch Winter berichtet, dass ansiedlungswillige Firmen stets nach Passantenzahlen fragen.

Am Donnerstag, 10. Oktober, und am Samstag, 12. Oktober, haben Mitarbeiter der BDS-Kommunalberatung von Dr. Thomas Schwarze aus Münster jeweils von 10 bis 19 Uhr an sechs Standorten jeden gezählt, der vorbeikam. Auf dem zentralen Platz, bei Potthoff und bei Fritzenkötter an der Berliner Straße, an der Ecke König-/Münsterstraße, an der Strengerstraße (Alex) und beim Bankery am Kolbeplatz. 150 000 Menschen wurden erfasst. „Das waren ganz normale, durchschnittliche Tage, um auch realistische Werte zu bekommen“, sagt Dr. Schwarze.

Nicht nur in Westfalen gut positioniert

Weinekötter bestätigt das mit Blick auf durchschnittliche Umsätze, von denen Einzelhändler ihm berichtet hätten. Insofern seien die Werte eins zu eins mit jenen des Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle für andere Kommunen vergleichbar. Und da steht Gütersloh gut da: In Westfalen gehört die Kreisstadt zu den besten 15 Standorten, unabhängig von der Zahl der Einwohner. Man lasse Bochum und Recklinghausen hinter sich, ebenso Hamm mit einer Passantenfrequenz von 1210, so Dr. Schwarze. An die Werte von Bielefeld (6265) und Münster (6825) komme man nicht heran.

Auch an der Peripherie sind viele Menschen unterwegs

Die Studie zeigt, dass die Menschen von allen Seiten in die City strömen. Laut Weinekötter ergeben sich auch für die Peripherie noch ausgezeichnete Frequenzen mit Stundenwerten zwischen 1500 und 2500. „Bei Fritzenkötter gibt es doppelt so viele Passanten wie in Hamm. Selbst an der Ecke König-/Münsterstraße wurden donnerstags zwischen 13 und 14 Uhr noch 993 Passanten erfasst.“

Grund für die guten Werte sind Weinekötter zufolge die sehr kompakte und gepflegte Innenstadt, kurze Wege, viele inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte, Filialisten von hoher Qualität sowie eine relativ gute Parkplatzsituation.

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