Hunde hetzen Schafe über die Weide
Bild: Bojak
Idyllische Landschaft: Das Naherholungsgebiet zwischen Klärwerk Putzhagen und Rhedaer Forst ist auch bei Hundebesitzern beliebt um den Tieren Auslauf zu gewähren.
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Als die Besitzer der Tiere den Mann aufforderten, seine Hunde zurückzurufen, beleidigte er die beiden Frauen. Schließlich kam es sogar zu einer Rangelei, bei der eine der Frauen verletzt wurde. Am Nachmittag gegen 15.50 Uhr bemerkten die beiden Frauen nach Angaben der Polizei, dass zwei Hunde auf einer Wiese im Bereich der Straße im Füchtei hinter den Schafen herjagten. Anschließend rannten die Hunde, die als huskyähnlich beschrieben werden, zu einem angrenzenden Hühnerstall.

Rangelei zwischen Hundehalter und Schafbesitzer

In der Nähe der Wiese stand der Hundebesitzer. Die Zeuginnen sprachen den Mann an. „Er beschimpfte und beleidigte die Zeuginnen“, erklärte Polizeisprecherin Katharina Felsch. Dann sei es zu einer handgreiflichen Rangelei zwischen dem Beschuldigten, seiner Begleiterin und den Zeuginnen gekommen. Eine der Frauen sei dabei verletzt und deshalb zur Untersuchung mit einem Krankenwagen in eine Klinik gefahren worden. Nachdem die Besitzerinnen der Schafe die Polizei benachrichtigt hatten, rief der Hundehalter seine Vierbeiner zurück. Der Mann habe sich auch gegenüber den Beamten sehr herablassend und gereizt gezeigt, formuliert Katharina Felsch zurückhaltend, um das Verhalten des Mannes darzustellen. Zwei tote Hühner und ein verletztes Schaf wurden von den Beamten registriert. Gegen den 18-Jährigen wird jetzt unter anderem wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Das Ordnungsamt wurde eingeschaltet.

Ordnungsamt eingeschaltet

„Bei solchen Vorfällen werden wir automatisch informiert“, erklärte Thomas Habig, Leiter des städtischen Fachbereichs Ordnung. Seine Mitarbeiter prüften jetzt, ob dem Besitzer die Haltung von Hunden erlaubt sei und ob er eventuell besondere Auflagen erfüllen müsse. Ein Ergebnis könne bisher noch nicht prognostiziert werden. Eine grundsätzliche Leinenpflicht gelte für das Gebiet hinter dem Klärwerk Putzhagen nicht. Nach dem Landeshundegesetz NRW gelte die Anleinpflicht nur für Orte und Situationen mit „typischerweise erhöhtem Publikumsverkehr“ sowie in Park-, Garten- und Grünanlagen, ergänzt Habig. Sollte sich im Zuge der Überprüfung herausstellen, dass die Tiere als „gefährliche Hunde“ einzustufen seien, sehe das Gesetz eine besondere Erlaubnispflicht für den Halter vor. Zudem träten zusätzliche Auflagen wie zum Beispiel ein genereller Leinen- und Maulkorbzwang in Kraft, so Habig. Die Besitzer der Schafe und der Hühner wollten sich nicht zu dem Vorfall äußern. Die Polizei hat auch eine Anzeige gegen eine der beiden Frauen aufgenommen. Der Hundebesitzer hatte sie wegen Körperverletzung erstattet.

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