Im St.-Pankratius-Altar fehlt noch die Reliquie
Bild: Bojak
Freuen sich über die Umgestaltung: Pfarrer Elmar Quante (links) und Pater Abraham Fischer.
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 „Alle Renovierungsarbeiten in der Kirche sind nach Plan verlaufen“, sagt Quante. Lediglich der Einbau der Orgel verzögert sich. Die Firma Orgelbau Rieger, die die Restaurierung des Instruments übernommen hat, musste andere Aufträge vorziehen.

Kreuz bildet Mittelpunkt

Seit Dienstag sind Pater Abraham Fischer, Prior der Abtei Königsmünster in Meschede, und seine Mitarbeiter in Gütersloh, um den Altarraum einzurichten. Der 48-jährige Benediktiner-Mönch ist Metallgestaltermeister und Leiter der Schmiede der Abtei. Er hat die Pläne zur Umgestaltung des Gotteshauses erarbeitet und packt bei den Aufbauarbeiten selbst mit an. Das neue Kreuz aus patiniertem Messing muss auf- und ausgerichtet werden. Der Prior stützt den Querbalken, während das Kreuz mit einem Seilzug in die vorgesehene Position gehoben wird. „Es bildet den Mittelpunkt im Altarraum“, erklärt Pater Abraham. Es sei Zeichen eines ökumenisch geprägten Wegs, das von katholischen und evangelischen Christen gleichermaßen verehrt werde.

Altes Taufbecken wieder in der Kirche

Im rechten Seitenschiff stehen schon die restaurierte Spexarder Pietà und ein Korpus aus versilberter Bronze des gekreuzigten Christus. „Die Pietà steht auf Herzhöhe“, erklärt der Prior. Die rund 500 Jahre alte Figurengruppe, die Maria mit ihrem toten Sohn im Arm zeigt, solle das Herz der Gläubigen berühren. Der Korpus ist in einer Stele integriert und wird von unten beleuchtet. „Zu ihm muss man aufblicken“, erläutert Abraham. Inzwischen wird auch das alte Taufbecken aus Kalksandstein von St. Pankratius in der Mitte der Kirche aufgestellt. Der große Adventskranz kommt in diesem Jahr erst zum zweiten Advents zum Einsatz. Noch liegt er ohne Kerzen neben dem Seiteneingang.

Weihe am Samstag

„Bis Samstag gibt es noch viel Arbeit“, sagt Pfarrer Quante. Aber er ist zuversichtlich, dass bis dahin alles fertig wird. Am Donnerstag werden auch die Bibelsprüche in die gläsernen Windfänge an den Türen eingefräst. Am Samstag beginnt die Feier der Altarweihe um 17 Uhr. Der Apostolische Administrator der Diözese Limburg, Weihbischof Manfred Grothe, wird den Altar seiner Bestimmung übergeben. „Die gesegnete Reliquie wird im Altarstein verschlossen“, erklärt Quante den Ablauf. „Dann erhält der Altar eine Salbung mit Chrisam, und an den fünf Weihekreuzen wird Weihrauch verbrannt.“ Anschließend folgt die Eucharistiefeier.

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