Investor fordert Wettbewerb ein
Ansicht: H&B Invest
Die Ansicht zeigt die beiden Standorte am Kreisverkehr (Pfeil) und an der Friedrichsdorfer Straße (Stern). Sie stammt vom Investor für den Kreisverkehr. Gelb eingezeichnet sind Altlastenverdachtsflächen, rot Altlastenstandorte.
Ansicht: H&B Invest

Der Investor für den Neubau am Kreisverkehr an der Avenwedder Straße wirbt jetzt in einer Stellungnahme für seinen Standort.

Rückblick: Von ursprünglich dreien sind noch zwei Anfragen bei der Stadt übriggeblieben. Lidl will an den Kreisverkehr ziehen. Für das Gelände der alten Ziegelei an der Friedrichsdorfer Straße ist ein Netto-Markt im Gespräch. Unterdessen hat die Jibi-Handelsgesellschaft dagegen protestiert, überhaupt einen zweiten Markt und eine Ausnahme vom Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt zu genehmigen.

„Damit die Einwohner den direkten Preis- und Qualitätsvergleich vor Ort durchführen können, ist es unbedingt erforderlich, einen zusätzlichen Discounter zuzulassen“, erklärt hingegen Willi Bade, Sprecher der H & B Invest GmbH aus Steinhude, in einer Mitteilung. Der Antrag zur Aufstellung eines Bebauungsplans sei eingereicht und das 6000 Quadratmeter große Gelände – vorbehaltlich des Planungsrechts – bereits gekauft worden.

Ein unterschriftsreifer Mietvertrag mit Lidl liege vor. Bei der Planung seien Abstandsflächen zu Altablagerungen berücksichtigt und das Regionalforstamt habe eine mündliche Zusage für die Nutzungsänderung der Waldfläche gegeben. Eine erste Planung für die Anbindung an den Kreisverkehr berücksichtige Abstände zu Nachbarn und Baumbeständen.

Nach Angaben von Projektentwickler Siegfried Troscheit soll der Markt eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern haben und über 109 Stellplätze verfügen. H&B-Invest-Sprecher Willi Bade erklärt weiter, das Einzelhandels- und Zentren-Konzept schließe einen zweiten Markt nicht aus. Die durchschnittliche Verkaufsfläche für Nahrung und Genussmittel pro Einwohner liege in Deutschland bei 0,35 bis 0,38 Quadratmeter pro Einwohner. In Friedrichsdorf seien es selbst nach der Erweiterung des Jibi-Markts etwa 0,20 Quadratmeter.

Dabei übernimmt Bade eine – offensichtlich zu hoch angesetzte – Einwohnerzahl aus dem Konzept von 6323. Die Stadtverwaltung hatte bei ihren jüngsten Abwägungen einen Einzugsbereich – einschließlich Avenwedde Nord – mit 3500 Einwohnern zugrunde gelegt. Zu entsprechend (zu) hohen Annahmen kommt der Investor bei der Berechnung der Kaufkraft. Deshalb bedrohe Lidl als zusätzlicher Versorger den Jibi-Markt nicht.

Gegen den Standort Alte Ziegelei spreche, so Bade, dass es sich um einen isolierten Standort handele, der im Nordosten von Altlasten berührt werde.

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