Jäger werben für ihre Aktivitäten
Bild: Inderlied
Falkner und Wüstenbussard: Helmut Schierl war mit dem Vogel nach Gütersloh gekommen, um über die Jagd mit Greifvögeln zu informieren.
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Aber nicht nur die Jäger durften sich bei der Veranstaltung in der Gütersloher Stadthalle angesprochen fühlen. Auf dem Theodor-Heuss-Platz lockte ein Jägermarkt auch interessierte und nichtjagende Passanten aus der Innenstadt an. Zahlreiche Verkaufs- und Infostände versorgten die Besucher mit interessanten Auskünften rund um die Jagd. Zudem waren sämtliche fünf Rollenden Waldschulen aus Ostwestfalen-Lippe nach Gütersloh gekommen, um mit dem Projekt „Lernort Natur“ auf den Naturschutz aufmerksam zu machen. Leckeres Wildbret wurde frisch zubereitet, während die Bläserkorps Verl, Rietberg, Ravensberg-Halle sowie das Jagdhornbläserkorps „Bunte Strecke 78“ im Hegering Gütersloh zünftige Jagdmusik spielten.

Natur-Quiz für die Kinder

Natürlich war auch das umstrittene Landesjagdgesetz Thema. Schließlich hatte der noch amtierende Landesumweltminister Johannes Remmel mit den Änderungen vor zwei Jahren auch die Jäger im Kreis Gütersloh erzürnt. „Es ist gut, dass Remmel weg ist“, sagte der Falknermeister Helmut Schierl. Der Rietberger war mit einem Wüstenbussard nach Gütersloh gekommen, um über die Jagd mit einem Greifvogel zu informieren. Von einem neuen Landesjagdgesetz erhofft er sich, einen Greifvogel aus der Natur entnehmen zu können. Für solche Gedanken waren Shahin und Carl noch zu jung. Die beiden siebenjährigen Freunde aus Verl stellten ihr naturkundliches Wissen beim Natur-Quiz unter Beweis. „Das hat Spaß gemacht“, sagte Shahin und zeigte stolz den abgestempelten Pass als Teilnahmebestätigung.

Mit dem Jäger auf den Hochsitz

Die kleine Rallye hatte die Initiative „Lernort Natur“ organisiert: An den fünf Waldschulen der Kreisjägerschaften Gütersloh, Herford, Bielefeld, Paderborn und Lippe galt es, jeweils eine Frage über Natur und Tiere zu beantworten. „Damit wollen wir das Interesse für die Zusammenhänge wecken“, erklärte Gudrun Westhoff von der Gütersloher Initiative. Das Programm kam besonders bei jungen Familien gut an. „Man kann mit den Kindern hingehen und sich die Tiere anschauen“, lobte Gregor Brameyer aus Herzebrock-Clarholz, der selbst Jäger ist. „Mit einem solchen Angebot bringt man auch Nicht-Jägern die Jagd näher.“

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