Jazzfest geht in die vierte Runde
Bild: Pieper
Laden ein zum WDR 3-Jazzfest im Theater Gütersloh (v.l.) Jazzpreisträger Jan-Philipp Röser, Festivalinitiator Dr. Bernd Hoffmann, Projektleiterin Lena Jeckel, Bürgermeister Henning Schulz und Kulturdezernent Andreas Kimpel.
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Der Kultursender Arte streamt alle Konzerte live via Facebook,  der WDR und das österreichische Kulturradio Ö 1 senden aktuell eine zehnstündige Jazznacht und im Fernsehen wird es am 14. und 23. März noch einen großen Rückblick geben. Gütersloh auf allen Kanälen.

 

Karten: Es gibt das große und das kleine Festival-Ticket in jeweils zwei Kategorien. Das große umfasst fünf Konzerte (100 und 85 Euro). Mit dem kleinen können drei Veranstaltungen besucht werden (75 und 60 Euro). Die Karten sind ab Montag, 12. November, bei den bekannten Vorverkaufsstellen und bei Gütersloh Marketing, Tel. 05241/2113636, erhältlich.
Mit Bürgermeister Henning Schulz und Kulturdezernent Andreas Kimpel war sich Hoffmann am Freitag einig, dass der Jazz an der Dalke längst zur prestigeträchtigen Marke geworden ist. Der dreitägige Musik-Marathon, der erneut in Kooperation mit dem Bielefelder Bunker Ulmenwall stattfindet (drei Konzerte sind dort geplant), ließe sie zusätzlich glänzen.

Wie immer bilden frühere Jazzpreisträger das Programmgerüst. So wird Hendrika Entzian  am 31. Januar mit ihrem Quartett den Festivalauftakt gestalten. Vorab allerdings wird die 2017 mit dem Jazzpreis gewürdigte Komponistin und Kontrabassistin einen Workshop mit der Big Band des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums absolvieren, die Schüler zur Generalprobe ihrer Musiker einladen und ihnen freien Zutritt zum Konzert gewähren. „Das ist ein tolles Gesamtpaket für den Gütersloher Musiknachwuchs“, lobt die hiesige Projektleiterin Lena Jeckel. Auch das zeige, dass der WDR mit dem Festival bewusst in die Fläche gehe.

Zu den Höhepunkten zählen außer dem Auftritt von Cæcilie Norbys (31. Januar, 22 Uhr) ausschließlich mit Musikerinnen aus ganz Europa besetzen Sextetts „Sisters in Jazz“ diesmal auch das Konzert der HR-Big-Band gemeinsam mit dem britisch-skandinavischen Trio Phronesis, die am 2. Februar jungen Jazz liefern.

Und dann ist da noch die von Götz Alsmann moderierte Gala am 1. Februar , 20 Uhr, zur Jazzpreis-Verleihung. Einer der Gewinner (Kategorie Nachwuchs) ist Musiklehrer Jan-Philipp Röser, der am Euskirchener Mariengymnasium zusammen mit einem Kollegen nicht nur eine, sondern gleich vier Big Bands leitet und den Jazz quasi im Klassensatz verankert hat. „Wir haben schon lange auf den Jazzpreis geschielt“, gesteht der engagierte Pädagoge. Aber erst als man die Mittel für eine CD-Aufnahme zusammen hatte, war eine Beteiligung möglich. Mehr als 100 Bewerber habe es in diesem Jahr gegeben, zeigte sich Hoffmann sichtlich zufrieden mit dem Renomee des Preises.

 Wie es mit dem Jazzfest in Gütersloh weitergeht, wenn Hoffmann demnächst in Rente geht, steht noch nicht fest. Das müsse man mit seiner Nachfolgerin Tinka Koch regeln, erklärte er. „Gütersloh hält sich bereit“, signalisierte Kimpel schon mal vorsorglich.

 

Preisträger repräsentieren Bandbreite des Jazz

Der Jazzpreis wird zum 15. Mal in fünf Kategorien vergeben:

Komposition: Heiner Schmitz für seine „Orchester-Jazzmusik, die vor allem in seinen Konzertsuiten zur überraschenden Klangergebnissen“ führe.

Improvisation: Jens Düppe wird als Schlagzeuger, der durch seine besondere rhythmische Gestaltung auffalle, gewürdigt. Er kommt zum Festival mit seinem Quartett.

Nachwuchs: Mary’s Big Band vom Mariengymnasium in Euskirchen.

Musikkulturen: Das türkische Quartett Kavpersaz lässt „durch das Kontrastieren der Musik des Orients und Okzidents die Gemeinsamkeiten beider Welten erstrahlen“, lobt die Jury.

Ehrenpreis: Er geht an das beim Landesmusikrat angesiedelte Projekt „Brückenklang“, der nach Verbindungen NRW-Chören und -Musikvereinen zur Musikkultur der Einwanderer sucht.

Das komplette Programm finden Sie in der „Glocke“ vom 10. November.

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