Jubel-Explosion in Schwarz-Rot-Gold
Bild: Steinecke
Grenzenloser Jubel auf dem Berliner Platz
Bild: Steinecke

Im Anschluss zog ein Autokorso hupend durch die Stadt. Die meisten der mit schwarz-rot-goldenen Hüten, Fähnchen und Tatoos ausstaffierten Fans waren sich vor dem Anpfiff hundertprozentig sicher, dass es mit dem Halbfinaleinzug der deutschen Elf klappt.Das Publikum hatte solch gute Laune auf das abgesperrte Areal vor der LED-Wand mitgebracht, dass sogar die Treffer beim Torwandschießen vor dem Anpfiff bejubelt wurden.

Und die griechischen Fans? Keine Fahnen, keine lautstarken Gruppen – nur vereinzelte Hellas-Fans hatten sich auf den Berliner Platz verirrt. Wie Markus (16) und Malkin (15). „Die anderen sind im Café“, gaben die beiden Auskunft meinten das „Ellinadiko“ an der Blessenstätte.

Wie ein startendes Flugzeug

 Kein Halten gab es mehr, als Philipp Lahm in der 38. Minute das 1:0 für das Löw-Team erzielte. Versursachten die 5000 Besucher des Public Viewing bereits vorher bei Chancen der DFB-Crew eine Lautstärke wie beim Start eines Flugzeugs, erfolgte beim Führungstreffer eine Jubel-Explosion mit Phonwellen bis nach Pavenstädt. Dass es ab 21.10 Uhr eine Regenabkühlung gab, tat der Stimmung keinen Abbruch. Das nächste Massen-Kreischen versursachte Sammy Khedira nach gut einer Stunde.

Gewitter nur auf dem Fußballplatz

„Schauer machen der Technik nichts aus“, sagte Stephan Knüttel von der Bertelsmann-Unternehmenskomunikation. Aus Sicherheitsgründen abbrechen müsste man allerdings bei einem Gewitter. Das blieb zum Glück aus. So konnte die Übertragung auf der gut 37 Quadratmeter großen LED-Wand problemlos ablaufen. Auch deshalb, weil die Spezialisten von „Satis and Fy“ Fehlerquellen bei der Generalprobe am Donnerstag analysiert und abgestellt hatten.

 Sicherheit und Vorsorge waren auch beim zweiten „Rudelgucken“ Trumpf. Die vielköpfige Schar des Ordnungsdienstes des FC Gütersloh und des Unternehmens HRC-Services wachte mit Argusaugen und untersuchte an den vier Eingängen. Außerdem standen vom Deutschen Roten Kreuz 22 Sanitäter und ein Notarzt bereit – ebenso drei Rettungs- sowie ein Krankenwagen.

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