Jubiläumsfestschrift ist auch Zeitzeugnis
Präsentieren die Jubiläums-Festschrift: (v. l. Jan-Erik Weinekötter (Geschäftsführer Gütersloh Marketing), Dr. Martin Schewe (Schulpfarrer ESG), Pfarrer Andreas Walczak-Detert, Ullrich Felchner (Vorsitzender Förderkreis Historische Kirchen im Stadtzentrum Gütersloh) und Fotograf Thomas Redeker.

 „Das nennt man wohl eine Punktlandung“, freute sich Innenstadt-Pastor Andreas Walczak-Detert anlässlich der gestrigen Präsentation. Auf 60 Seiten geht es um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des vom Architekten Christian Heyden entworfenen Bauwerks. Aufgelockert wird die Mischung aus geschichtlichen Fakten und persönlichen Einschätzungen verschiedener Zeitzeugen von 53 Bildern. Ein kleiner Teil davon stammt aus der Kamera des in der Martin-Luther-Kirche getauften Gütersloher Fotografen Thomas Redeker.

Bilder zeigen Wandlungsfähigkeit

Besser als mit vielen Worten wird in den Schwarz-Weiß- und Farbimpressionen die Wandlungsfähigkeit des Gebäudes unter Beweis gestellt. Lange hätten die Verantwortlichen überlegt, wie das Produkt aussehen solle, erzählt Walczak-Detert. „Wir wollten keine teure Hochglanzbroschüre, die später in irgendwelchen Ecken oder Regalen verstaubt.“ Schließlich habe die praktikabelste und wohl auch günstigste Lösung gewonnen: Die Herausgeber haben sich für das Format des Gemeindebriefs entschieden. Durch gute Verbindungen zur Druckerei kann das Produkt zu einem Preis von zwei Euro von allen Interessenten erworben werden. Die Erstauflage beträgt 1000 Stück. Verkaufsstellen sind die Martin-Luther-Kirche sowie die Apostelkirche.

Verbeugung vor Klaus-Detlef Zumwinkel

Andreas Walczak-Detert empfiehlt das Werk aber ausdrücklich nicht nur „Freunden der Kirche“. „Mit der Festschrift fällt nicht nur ein Licht auf die Kirche, sondern auf die jeweilige Epoche.“ In einem der Vorworte werde beispielsweise der Bau des Gütersloher Theaters erwähnt. Walczak-Detert: „Wenn man die heutigen Aussagen 10, 15 Jahre später wieder liest, wird das mit Sicherheit eine spannende Angelegenheit.“ Gleichzeitig ist die Festschrift eine Verbeugung vor dem verstorbenen Ausschussvorsitzenden der Martin-Luther-Kirche. Bis fünf Tage vor seinem Tod habe Klaus-Detlef Zumwinkel noch Seite an Seite mit ihm Entwürfe gemacht und sein Vorwort geschrieben, erzählt Walczak-Detert. Er sieht in der Chronik „150 Jahre Martin-Luther-Kirche“ deshalb auch „ein Stück Vermächtnis für einen Menschen, der sein Leben lang mit unserem Haus verbunden war“.

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