Jury lobt Arbeit der Korczak-Schule
Bild: Neitemeier
Anderthalb Tage hat eine Jury des Deutschen Schulpreises die Janusz-Korczak-Gesamtschule auf Herz und Nieren geprüft: (hinten v. l.) Helga Boldt, Michael Schulze (Robert-Bosch-Stiftung), Thomas Oertel, Dr. Klaus Wild und Alexander Urban (Heidehof-Stiftung). Für Schulleiterin Petra Hakenberg, ihren Vertreter Wilfried Prüß (sitzend) und die ganze Schulfamilie hat das Warten begonnen.
Bild: Neitemeier

Andererseits ist die Anspannung weiter spürbar. „Wir haben unser Bestes gegeben“, fasst Hakenberg zusammen. Ob’s für eine Einladung zur Siegerehrung am 10. Juni in Berlin und damit auch für einen Preis reicht, entscheidet sich in wenigen Wochen.

Positiver Eindruck

Zwar durften die Jurymitglieder noch keine Details ihrer Beurteilung verraten, aber sie haben nach eigenem Bekunden einen positiven Eindruck aus den Gesprächen mit Schulleitung, Lehrern, Schülern, Eltern und Kooperationspartnern sowie aus der Teilnahme an 51 Unterrichtssequenzen mitgenommen. „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen arbeitet die Schule hervorragend“, sagte Dr. Klaus Wild von der Uni Erlangen-Nürnberg. Besonders hob er die an der Schule „gelebte Wertschätzung, das soziale Lernen und den gegenseitigen Respekt“ hervor.

Sehr gute Kooperation

Seine Kollegin Helga Boldt, selbst Leiterin einer Schule in Wolfsburg, pflichtete ihm bei. Sie war besonders angetan von der „sehr guten Kooperation“ von Schule, Eltern, Lehrern und Schülern. „Hier gibt es kein Steuern von oben, sondern jeder kann sich sehr gut einbringen.“ Boldt lobte zudem den sorgfältigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Räumen, wünschte der Schule zugleich aber eine bessere mediale Ausrüstung und größere Räume. „Die Ausstattung entspricht nicht dem, was die Einrichtung leisten kann“, ergänzte Thomas Oertel vom Institut für Qualitätsentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Sprung unter die besten 20

Negative Auswirkungen auf die Bewertung der Gütersloher haben diese „Mängel“ nicht. Denn beim Deutschen Schulpreis geht es allein darum, was die Einrichtungen aus ihren Konzepten und Rahmenbedingungen machen. Grundsätzlich ist die Korczak-Gesamtschule sehr gut aufgestellt. Schließlich hat sie im zweiten Anlauf nach 2008 bereits den Sprung unter die besten 20 Schulen in Deutschland geschafft. Und das mit einer zehnseitigen Bewerbung, die es in sich hatte. Denn kompakt und pointiert mussten Arbeit und Erfolg der Unterrichtsstätte beschrieben werden. Thomas Oertel hat besonders die „hohe Evaluationsqualität“ und die „sehr gute Umsetzung des Schulkonzepts“ beeindruckt.

Hoffen auf mehr

Allein für die „Bewerbung mit ihrem Aha-Effekt“ und für den Austausch mit der Expertenjury habe sich die Teilnahme an dem Wettbewerb schon gelohnt, sagt Petra Hakenberg. Gleichwohl hofft die Schule auf mehr.

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