Kindergärten bekommen mehr Personal
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Die Betreuung von förderbedürftigen Kindern in den Gütersloher Tagesstätten soll durch eine verbesserte Personalausstattung intensiviert werden.
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Bei den städtischen Einrichtungen macht das 7,63 Stellen aus, die daraus refinanziert werden können.

Grundlage ist das zweite Änderungsgesetz zum Kinderbildungsgesetz (Kibiz), das am 4. Juni im Landtag beschlossen wurde und am 1. August in Kraft treten soll. Geld bekommt die Stadt danach aus drei Töpfen. Dem Jugendhilfeausschuss (26. Juni, 16 Uhr, Mensa Städtisches Gymnasium) hat die Verwaltung jetzt einen Verwendungsvorschlag vorgelegt.

Für sogenannte Plus-Kitas erhält Gütersloh 200 000 Euro. Das sind Einrichtungen mit einem hohen Anteil von Kindern, deren Eltern Geringverdiener oder Bezieher von Sozialleistungen sind. Da jede Kita mindestens 25 000 Euro erhalten soll, reicht die Summe für acht Einrichtungen.

Benannt hat Dezernent Joachim Martensmeier die beiden Internationalen Kinderzentren Feldstraße und Blankenhagen des Arbeitskreises für ein soziales Miteinander (Aksom) sowie die städtischen Einrichtungen Langerts Weg, Herbartstraße, Fichtenstraße, Brockweg, Amtenbrinksweg und Isselhorster Straße. Für die sechs städtischen Kitas macht das in Summe drei Stellen aus.

Für Tagesstätten mit besonderem Sprachförderbedarf bekommt die Stadt 135 000 Euro, wobei jede Einrichtung mit mindestens 5000 Euro bedacht werden soll. Als Auswahlkriterium kommt die Anzahl der Familien hinzu, in denen „vorrangig nicht Deutsch gesprochen wird“. Zu den benannten 27 Kitas gehören die acht Plus-Kitas sowie die Einrichtungen Franz-Grochtmann-Straße, Teismanns Weg, Haege- und Ackerstraße, Christ König, Heilige Familie, Siegfried- und Bülowstraße, An der Johanneskirche, Englische Straße, Adventure Kids, St. Hedwig, Leonardo, Hulahoop, An der Erlöserkapelle, Tobiasweg, Rappelkiste, Vogelsbergstraße und St. Marien. Den städtischen Einrichtungen bringt das 1,5 Stellen.

Außerdem bekommt die Stadt eine Verfügungspauschale von 326 000 Euro für alle Einrichtungen. Bei den städtischen Kitas soll damit laut Vorlage der Vertretungspool um drei Stellen aufgestockt werden: „Die Erfahrungen der letzten Zeit sowie die jüngsten Rückmeldungen aus der Elternschaft haben gezeigt, dass es zunehmend schwierig ist, krankheitsbedingte Ausfälle des Betreuungspersonals in städtischen Tageseinrichtungen insbesondere bei Langzeiterkrankungen auszugleichen.“

Hintergrund

Der Entwurf der NRW-Landesregierung für das Gesetz zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes und weiterer Gesetze (zweites Änderungsgesetz zum Kinderbildungsgesetz – KiBiz) ist am 4. Juni vom Landtag beschlossen worden. Es soll zum 1. August in Kraft treten. Wesentliche Inhalte sind die Verbesserung von Bildungschancen und -gerechtigkeit sowie eine in den Alltag integrierte Sprachförderung. Förderberechtigte Kindertageseinrichtungen müssen in die örtliche Jugendhilfeplanung aufgenommen sein und sollen für einen Zeitraum von fünf Jahren festgelegt werden. Die Zuweisung erfolgt an die Kommunen beziehungsweise die Träger der örtlichen Jugendhilfe, die nach bestimmten Kriterien über die Vergabe entscheiden. Der Verwaltungsvorschlag steht unter dem Vorbehalt, dass die Mittel von insgesamt 661 000 Euro tatsächlich fließen.

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