Klaus Doldinger vereint Jazz und Orchester
Bild: Steinecke
Freuen sich auf die Konzerte: (v. l.) Bürgermeisterin Maria Unger, Ministerin Ute Schäfer, Klaus Doldinger und Kulturdezernent Andreas Kimpel.
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Am Donnerstag ist das vom Land mit 110 000 Euro geförderte und unter der Schirmherrschaft von Kulturministerin Ute Schäfer stehende „Symphonic Projekt OWL“ im Gütersloher Theater vorgestellt worden. Entstanden ist das Projekt vor drei Jahren während eines Treffens mit Andreas Kimpel. Dort hat es sofort zwischen dem Gütersloher Kulturdezernenten und Doldinger gefunkt. „Wir hatten schon nach drei Minuten Pläne“, erzählte Kimpel. Die waren so gut, dass auch Ministerin Schäfer mit auf den Zug sprang. „Ein innovatives Projekt, das ich aus vollem Herzen unterstütze“, sagte sie.

Interkommunales Projekt

Auch die teilnehmenden Städte fanden Gefallen an der interkommunalen Zusammenarbeit. „Manchmal gibt es ja immer noch ein Kirchturmdenken. Da ist es nicht so einfach, mit sieben Gemeinden etwas gemeinsam zu machen“, sagte Kimpel. Auf der Kulturebene funktioniert das aber offensichtlich gut. Ebenfalls beteiligt sind die Musikschulen der Städte. Dort werden die Symphonic-Projekt-Musiker einen Workshop für symphonische Filmmusik durchführen. Über die Grenzen der einzelnen Schulen hinweg soll dann eine Gruppe junger Musiker zusammengestellt werden, die das Ergebnis als Vorband präsentiert.

„Für Leute, die Melodien mögen“

„Eine tolle Sache und ein Novum“, sagte Thomas Steingrube, Sprecher der Musikschulen der Region Detmold. Auch bei Andreas Kuntze, Intendant der Nordwestdeutschen Philharmonie, stieß der Gütersloher Vorschlag auf offene Ohren. „Anfragen aus Gütersloh sind ja immer besonders interessant. Und das hier ist etwas anderes als Brahms, Beethoven und Tschaikowsky“, sagte Kuntze, der sich auf Doldingers lebendige Improvisationen freut. Klaus Doldinger kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück. Bereits 1968 arbeitete er mit der NWD-Philharmonie zusammen. „Wir haben uns stark verjüngt“, antwortete Kuntze auf Doldingers Frage, ob noch jemand von den damaligen Musikern mit an Bord sei. Doldinger verspricht auf den Konzerten einen flotten Wechsel zwischen seiner siebenköpfigen Band und dem großen Klangkörper. „Nicht so sehr intellektuell geprägt. Für Leute, die Melodien mögen“, erklärte Doldinger. Zu den bekanntesten Werken des 77-Jährigen gehören seine Filmmusik-Kompositionen für „Das Boot“ oder „Die unendliche Geschichte“. Fürs Fernsehen arbeitete er für die Serien „Tatort“ und „Ein Fall für Zwei“.

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