Klinikum fasst Bereiche zusammen
Bild: Frielinghaus
Unfallchirurgie ist sein Steckenpferd: Dr. Philipp Bula (41) ist seit Anfang März der neue Chefarzt der zusammengelegten Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Orthopädie, Plastische, Ästhetische und Handchirurgie am Klinikum Gütersloh.
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Mit Dr. Philipp Bula (41) haben die Verantwortlichen einen Mediziner gefunden, der nicht nur eine hohe fachliche Kompetenz mitbringt, ist sich Maud Beste, Geschäftsführerin des Klinikums, sicher.

Teamplayer und Chef vom Team

Anfang März hat der 41-jährige Mediziner die Leitung der zusammengefassten Klinik übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Hans-Ulrich Schröder (Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie) und Dr. Bernd Ruhnke (Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie) an. Beide haben sich Ende Februar in den Ruhestand verabschiedet.

Dr. Bula sei für das Klinikum Gütersloh ein Gewinn, stellt Maud Beste heraus. „Die mit der Zusammenlegung einhergehende Bündelung der Fachbereiche erfordert außer einer fachlichen eine hohe soziale Kompetenz des Chefarztes, damit das Zusammenspiel und das Ineinandergreifen der einzelnen Fachbereiche funktionieren.“ Er müsse zugleich Teamplayer und Chef des Teams sein sowie seinen Kollegen Freiräume schaffen und sie unterstützen.

Weisungsbefugnis hat Chefarzt

Künftig wird die Klinik mit insgesamt 80 Betten und 3000 Patienten in fünf Sektionen unterteilt. Jede einzelne wird von einem erfahrenen Mediziner geleitet. Zuständig für den Bereich Unfallchirurgie ist Dr. Philipp Bula. Die Sektion Schulter- und Ellenbogenchirurgie sowie die traumatologische Sportmedizin leitet Dr. Jörg Stötzer, die Sektion für Fußchirurgie und orthopädische Sportmedizin Dr. Andreas Elsner.

Der Fachbereich Hüft- und Knie-Endoprothetik, Hüftchirurgie sowie Kinderorthopädie unterliegt Dr. Frank Hellwich, die Plastische, Ästhetische und Handchirurgie betreut Dr. Iris Held als kommissarische Leiterin. „Die übergeordnete Weisungsbefugnis hat Dr. Bula“, erklärt die Geschäftsführerin.

Patienten profitieren

Die neue Struktur war für den Mediziner ein Hauptgrund, vom Klinikum Dresden-Friedrichstadt ans Gütersloher Klinikum zu wechseln. „An der Chefarztposition hat mich vor allem die medizinische Bandbreite der neuen Klinik mit dem kompletten Spektrum der muskuloskelettalen Chirurgie gereizt“, so Bula. Jede Erkrankung und Verletzung des Stütz- und Bewegungsapparats werde abgedeckt.

Die Spezialisierungen und Kompetenzen in einer Klinik zu bündeln, komme vor allem den Patienten zugute. Denn: „Die Medizin entwickelt sich stetig weiter. Deshalb gibt es heute keinen Chirurgen mehr, der jede Operation routiniert beherrscht“, erklärt Bula.

Blick in die Zukunft

Für die Zukunft will Bula die erfolgreiche Arbeit des Klinikums fortsetzen und Weichen für einen Ausbau und die Erweiterung des Leistungsspektrums stellen. Sein Ziel sei es, „insbesondere in der Alterstraumatologie weitere Schwerpunkte zu setzen und die Klinik im Bereich der muskuloskelettalen Chirurgie zu einem Kernversorgungsbereich auszubauen.“

Hintergrund

Dr. Philipp Bula ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit dem Zusatz „Spezielle Unfallchirurgie“. Er absolvierte sein Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach dreijähriger Tätigkeit als Assistenzarzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie im Klinikum Dritter Orden München arbeitete er ab 2007 im Klinikum Dresden-Friedrichstadt, einem Krankenhaus der Maximalversorgung mit großem Einzugsgebiet und einer der größten unfallchirurgischen Kliniken Deutschlands (mehr als 1000 Betten).

Dort durchlief Dr. Bula alle chirurgischen, unfallchirurgischen und neurotraumatologischen Stationen und wurde 2013 zunächst zum Oberarzt und Anfang 2015 dann zum leitenden Oberarzt und stellvertretenden Chefarzt ernannt. Er leitete das Traumazentrum und war für die Versorgung von Patienten im Wirbelsäulenzentrum verantwortlich.

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