Knabenchor Gütersloh gewinnt Wettbewerb
Nicht nur den ersten Platz in seiner Alterskategorie, sondern auch den Sonderpreis für den besten Knabenchor hat der Knabenchor Gütersloh beim Wettbewerb in Erwitte einheimsen können.

Sie gewannen am vergangenen Wochenende nicht nur den mit 1000 Euro dotierten ersten Preis in ihrer Alterskategorie, sondern erhielten auch noch den Sonderpreis für den besten Knabenchor.

Insgesamt waren bei diesem vom Deutschen Musikrat gewürdigten Wettbewerb 50 Chöre in vier Kategorien am Erwitter Schloss angetreten. Allein in der Altersstufe bis 13 Jahren traten zwölf Sangesgemeinschaften an. „Wir haben uns gegen ein ungewöhnlich stark besetztes Feld durchsetzen können“, sagt der stolze künstlerische Leiter Sigmund Bothmann mit Blick auf die Dortmunder Chorakademie, den Kinderchor der Essener Aalto-Oper sowie die bestens disponierten Chöre aus Düsseldorf oder Wernigerode, die die Gütersloher Knaben hinter sich ließen.

 Nur 15 Minuten hatten sie Zeit, um die hochkarätig, unter anderem mit dem Rektor der Kölner Musikhochschule Reiner Schuhenn besetzte Jury von ihrem Können zu überzeugen. „Dabei hatten wir nur drei Wochen Zeit, ein passendes Programm einzustudieren“, gesteht Bothmann. Mit Thilo Medeks fantastischer, aber bedrückender Kindermesse, mit der der Knabenchor Ende Mai im polnischen Krakau gefeiert wurde, wollte man nicht in Erwitte antreten. „15 Minuten reichen dafür nicht.Und nur einen Teil daraus zu singen, wäre dem Kontext nicht gerecht geworden und hätte allein schon deshalb zu Qualitätsverlust geführt.“ Deshalb entschied sich Bothmann mit den Jungen Stücke von Hugo Distler – aus dem Mörike-Chorliederbuch und das Mausfallensprüchlein -,den Freistädter-Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart und einige Volkslieder aufzuführen.

Eine gute Wahl, denn die Jury bescheinigte dem Knabenchor Gütersloh nach dessen Auftritt nicht nur den „rundesten Klang“ von allen, sondern auch eine absolut saubere Intonation und beste Textverständlichkeit. „Kriterien, auf die wir in allen Proben immer größten Wert legen“, wie Bothmann betont. Übung macht den Meister. Dass die Jungen ihren Sieg feiern möchten, versteht sich von selbst. Heute Nachmittag ab 17 Uhr startet im Beisein der Eltern sowie von Mitgliedern des Trägervereins und des Kuratoriums das Sommerfest. Und natürlich wird dabei viel gesungen – auch vom Nachwuchschor.

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