König Uwe Buschsieweke zerlegt den HSV
Bild: Dünhölter
Der neue König auf den Schultern: Martin Michalski (links) und Thomas Brummel tragen Uwe Buschsieweke, rechts der zweite Brudermeister Dirk Wilken. Auch Königin Sandra Godau wird getragen.
Bild: Dünhölter

Weil bis dahin noch 25 Jahre Zeit sind, sprang in diesem Jahr Uwe Buschsieweke (45) in die Bresche. Der selbstständige Tischlermeister, zusammen mit seinem Bruder Michael Geschäftsführer der Bau- und Möbelwerkstätten Buschsieweke, brachte mit dem 171 Schuss um 14.08 Uhr den Holzadler in den Sinkflug. Der erste Kommentar der neuen Avenwedder Majestät galt dann auch gleich seiner Trophäe, der Vogelbauer Wolfgang Stiens für den bisherigen König und HSV-Fan Günter Bastubbe extra die Hamburger Raute auf den Leib gezaubert hatte. Uwe Buschsieweke: „Ich wollte schon immer mal den HSV zerschießen. Das ist ohnehin die Schießbude der Liga.“ Auch ein anderes Zitat hat in Avenwedde schon Kultcharakter. Mit seinem Lieblingsspruch „Man muss es eben können“ auf den Lippen zählte Hermann Walljasper, Kaiser der St.-Hubertus-Schützen Avenwedde-Friedrichsdorf, zu den ersten Gratulanten.

Zu seiner Königin wählte der Tischlermeister mit der 40-jährigen Friseurin Sandra Godau die Frau eines langjährigen Kegelbruders. Beide hatten den Plan für ein gemeinsames Thronjahr zwar bereits vor einiger Zeit ins Auge gefasst, die Umsetzung allerdings recht spontan beschlossen. In der entscheidenden Phase schoss der Holzexperte praktisch konkurrenzlos auf das Wappentier.

Begonnen hatte der diesjährige Wettstreit um die Königswürde der knapp 530 Mitglieder starken  Bruderschaft mit den Insignienschützen. Reinhard Hellweg holte die Krone (12. Schuss), Mark Schüttforth (93.) den Apfel, Mirco Tabbert das Zepter (102.). Probleme mit der doppelläufigen Großkaliber-Flinte führten anschließend nach der Umstellung vom Kleinkaliber zum Flügel- und Adlerschießen zu einer unfreiwillig längeren Schießpause. Mit neu organisierter Waffe wurde die Verspätung schnell wieder aufgeholt.

Den linken Flügel sicherte sich Martin Michalski (111.), den rechten Anita Möser (126.). Danach waren die Minuten des HSV-Vogels hoch in der Luft über Avenwedde schnell gezählt. Im Rahmen des Schützenfest-Wochenendes wurden auch einige Vereinsmitglieder geehrt und befördert. Die höchste von 26 Beförderungen erhielt Manfred Schüttforth, der am Montag zum Generaloberst ernannt wurde. Bereits am Wochenende wurde Maria Sagemüller (Königin vor 50 Jahren) sowie Bruno Kleinegesse und Marianne Hensdiek (Königspaar vor 40 Jahren) geehrt. Das diesjährige Jungschützen-Königspaar wird von Niklas Hermelbracht und Christina Köster gebildet.

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