Kolping-Kita öffnet in Pavenstädt
Bild: Dinkels
In Aufbruchstimmung: Projektleiter Hannu Peters von der Kolping-Akademie und Johanna Wiengarten, die die Kindertagesstätte an der Straße Auf dem Stempel leiten wird.
Bild: Dinkels

Träger der neuen Einrichtung in Sichtweite des Kreishauses ist die Kolping-Akademie für Gesundheits- und Sozialwesen, die schon die Kita Falkenrecks Heide in Sundern betreibt. Wie dort hat auch in Pavenstädt eine private Familienstiftung das Gebäude errichtet und vermietet es. Der Name des Stifters soll nicht in der Zeitung stehen. Die Baukosten belaufen sich auf gut zweieinhalb Millionen Euro. Mit den Mieteinnahmen soll der Stiftungzsweck erfüllt werden. Das ist die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. Angesichts der Niedrigzinsen bei den Banken gilt Vermietung für eine Stiftung als eine lohnenswerte Alternative.

Insgesamt soll die Kita in den nächsten Wochen 85 Mädchen und Jungen aufnehmen in zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren und drei Gruppen für Kinder über drei Jahren. Die Einrichtung wird bis Mitte September nach und nach aufgefüllt. Wenige Restplätze werden noch in Absprache mit der Stadt vergeben. „Damit jene, die auf einen Platz angewiesen sind, zuerst versorgt werden“, sagte Projektleiter Hannu Peters von der Kolping-Akademie bei einem Ortstermin mit der „Glocke“.

Zum 16-köpfigen Team gehören Erzieherinnen, Heilerziehungspfleger, eine Kinderkrankenschwester und eine Auszubildende. Hinzukommt eine Jahrespraktikantin. Die Leitung hat Johanna Wiengarten (30), die bisher als stellvertretende Einrichtungs- und als Gruppenleiterin in der Kita Falkenrecks Heide tätig war. Das pädagogische Konzept, das sich im laufenden Betrieb noch weiter entwickeln soll, steht auf vier Pfeilern. Die generationenübergreifende Arbeit, der Austausch mit älteren Menschen, soll in den Alltag integriert werden. Ein Thema ist auch gesunde Ernährung. „Wir werden das Frühstück selbst anbieten und mit den Kindern herstellen“, sagt Peters. Die Mittagsverpflegung liefert der Partyservice Höner aus Gütersloh. Später soll es auch ein Hochbeet geben, in dem die Kinder Salat und Gemüse anpflanzen können. Schließlich spielen die im Umfeld reichlich vorhandene Natur und Bewegung eine Rolle. Ausflüge in den nahen Rhedaer Forst bieten sich an. „Weitere Schwerpunkte sollen aus dem Team heraus entstehen und sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren“, so Peters und Wiengarten unisono. Im und vor dem Gebäude müssen die Handwerker noch die letzten Arbeiten verrichten. Am Mittwoch sollte auch die Bauabnahme durch die Stadt erfolgen.

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